Hypoxämie
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LoslegenEnglisch: hypoxemia, hypoxaemia
Definition
Eine Hypoxämie ist ein erniedrigter Sauerstoffpartialdruck (PaO₂) im arteriellen Blut. Eine drastische Reduktion des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks wird als Anoxämie bezeichnet.
siehe auch: Hyperoxämie, Normoxämie
Ursachen
Eine Hypoxämie entsteht durch eine Störung der Oxygenierung des Blutes in der Lunge oder durch ein vermindertes Sauerstoffangebot. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:
- verminderter Sauerstoffgehalt der Umgebungluft (z.B. bei Höhenaufenthalt)
- alveoläre Hypoventilation (z.B. bei Störungen des Atemantriebs)
- gestörte alveolokapilläre Diffusion (z.B. bei Lungenödem oder Lungenfibrose)
- Ventilations-Perfusions-Missverhältnis (z.B. bei Lungenembolie oder COPD)
- pulmonaler Shunt (z.B. bei Atelektase, Pneumonie oder intrakardialem Rechts-Links-Shunt)
Ein verminderter Sauerstofftransport (z.B. bei Kohlenmonoxidvergiftung) führt nicht zwangsläufig zu einer Hypoxämie. Der arterielle PaO₂ bleibt in der Regel normal, weil nur der physikalisch gelöste Sauerstoff den Partialdruck bestimmt. Die CO-Bindung vermindert den Sauerstoffgehalt des Hämoglobins und verschlechtert die Sauerstoffabgabe ans Gewebe, führt also zu einer Hypoxie bei Normoxämie.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt mittels Blutgasanalyse. Eine Hypoxämie liegt vor, wenn der arterielle Sauerstoffpartialdruck (PaO2) unterhalb des altersabhängigen Normbereichs liegt. Unter Raumluft beträgt der PaO2 bei gesunden Erwachsenen typischerweise etwa 80 bis 100 mmHg (10,7–13,3 kPa).
Klinik
Eine Hypoxämie kann zu einer Gewebehypoxie führen und erfordert je nach Ursache eine rasche Diagnostik und Therapie. Schwere Hypoxämien gehen mit Dyspnoe, Zyanose, Bewusstseinsstörungen und Organdysfunktion einher.