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Respiratorische Azidose

Englisch: respiratory acidosis

1 Definition

Bei einer respiratorischen Azidose sinkt der pH-Wert des Blutes unter 7,36, weil saure Valenzen wie CO2 nur unzureichend aus dem Organismus entfernt werden. Infolgedessen steigt der arterielle pCO2 auf über 45 mmHg (Hyperkapnie).

2 Säure-Basen-Status

3 Ursachen

Ursache für eine derartige Störung im Säure-Basen-Haushalt ist eine verminderte CO2-Ausscheidung durch die Lungen (Hypoventilation) u.a. durch:

4 Kompensation

Der Körper versucht diese Störung metabolisch zu kompensieren, indem von der Niere die Rückresorption von basischem Bicarbonat und die Ausscheidung von Wasserstoffionen gesteigert wird, was zu einem Anstieg des Basenüberschuss und damit zu einer Erhöhung des pH-Wertes führt. In der Blutgasanalyse äußert sich die Kompensation in einem positiven Base excess und einer Erhöhung des Standard-Bikarbonats.

Die Kompensationsmechanismen der Niere dauern jedoch einige Stunden bis Tage, bis sie wirksam werden, so dass primär eine respiratorische Therapie mit Steigerung der Ventilation notwendig ist.

Fachgebiete: Pneumologie

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