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Glomus caroticum

Synonyme: "Karotisdrüse", Paraganglion caroticum, Paraganglion intercaroticum (vet.)
Englisch: carotid body

1 Definition

Das Glomus caroticum ist ein innerhalb der Karotisgabel lokalisiertes, nur etwa 5 Millimeter großes parasympathisches Paraganglion.

2 Aufbau und Funktion

Die innerhalb einer Bindegewebshülle gelegenen funktionellen Zellen des Glomus caroticum stehen in Kontakt zum Intravasalraum der Bifurcatio carotidis. Sie fungieren als periphere Chemorezeptoren der Atemregulation, die auf einen Abfall des Sauerstoffpartialdruckes (pO2), Anstieg des Kohlenstoffdioxidpartialdruckes (pCO2) sowie Absinken des Blut-pH-Wertes (Azidose) mit einer Transmitterfreisetzung reagieren. Nachfolgende Erregung der glomusinnervierenden Nerven (Nervus vagus für das Glomus aorticum, Nervus glossopharyngeus für das Glomus caroticum) führt zu einer Steigerung des zentralen Atemantriebes.

3 Physiologie

Bei Hypoxie in den Glomuszellen sinkt die mitochondriale Aktivität, wodurch der zelluläre AMP-Spiegel ansteigt. AMP aktiviert die AMP-abhängige Kinase, die über die Hemmung von Kaliumkanälen (sogenannte TASK-Kanäle, Two-pore-domain Acid Sensitive K-channels) eine Depolarisation bewirkt. Bei Depolarisation strömt Calcium ein, das eine Freisetzung von Dopamin in den synaptischen Spalt bewirkt. Hyperkapnie und Azidose verstärken die Depolarisation. Über den entsprechenden Hirnnerv wird das Signal zur dorsalen respiratorischen Gruppe in der Medulla oblongata geleitet.

siehe auch: Atemzentrum

Fachgebiete: Anatomie, Physiologie

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