Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Atemregulation

Synonyme: Atmungssteuerung, Atemsteuerung

1 Definition

Unter dem Begriff Atemregulation fasst man die Steuerungsvorgänge zusammen, welche die Atmung bzw. die Ventilation an die jeweilige Stoffwechselsituation anpassen, und dadurch die ausreichende Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff gewährleisten.

2 Zentrale Atemregulation

Gesteuert wird die Atmung im wesentlichen durch das Gehirn beziehungsweise das Atemzentrum in der Medulla oblongata. Ausschlaggebend ist dabei die Reaktion von Chemorezeptoren auf den Kohlendioxid-Gehalt, beziehungsweise den Kohlendioxid-Partialdruck des Blutes. Übersteigt dieser einen gewissen Schwellenwert, setzt der Atemreiz ein. Rezeptoren, die auf den pH-Wert des arteriellen Blutes sowie einen Sauerstoffmangel (Hypoxie) reagieren, haben nur eine zweitrangige Bedeutung als Atemreiz.

Die Atemexkursionen des Thorax und des Zwerchfells werden durch die rhythmische Tätigkeit spezialisierter Neurone in der Medulla oblongata, im Pons und im oberen Halsmark koordiniert. In der Medulla oblongata lassen sich Areale unterscheiden, deren Neuronen eher bei der Inspiration oder eher bei der Exspiration aktiv sind. Die Bildung der Steuerungsimpulse dieser Neuronen verläuft zwar autonom, wird aber ständig durch periphere Einflüsse an die Bedürfnisse des Körpers angepasst.

Tags:

Fachgebiete: Physiologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

24 Wertungen (3.17 ø)

42.629 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: