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Juxtakapillärer Reflex

Englisch: juxtacapillary reflex

1 Definition

Der juxtakapilläre Reflex, kurz J-Reflex, ist ein Atemreflex, der bei Reizung in der Nähe der Kapillaren gelegener C-Faser-Rezeptoren auftritt. Er wird u.a. durch interstitielle Flüssigkeitsansammlungen (Lungenödem) ausgelöst und hemmt die Inspiration.

2 Hintergrund

In der Wand der Alveolen und der Atemwege befinden sich C-Faser-Rezeptoren, die aufgrund ihrer Lage auch juxtakapilläre Rezeptoren (J-Rezeptoren) genannt werden. Die von ihnen ausgehenden afferenten C-Fasern laufen mit dem Nervus vagus (Nervus X). Ihre genaue Funktion ist noch nicht geklärt (Stand 2021). Sie reagieren jedoch auf einen Abfall der Oxygenierung im Kapillarblut, z.B. bei Lungenödem, Lungenembolie, Pneumonie oder Barotrauma.

Die Reizung der J-Rezeptoren führt reflektorisch zu Bronchokonstriktion, Schleimsekretion sowie flacher und rascher Atmung (Tachypnoe) durch Hemmung der Inspiration. Durch die starke Aktivierung der Vagusneurone können außerdem eine Apnoe, Bradykardie und Hypotonie ausgelöst werden. Über die physiologische Bedeutung dieser Reflexantwort wird noch spekuliert. Wahrscheinlich dient sie dazu, die Lunge durch Hemmung der Inspiration vor einer Überlastung zu schützen.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Januar 2021 um 12:11 Uhr bearbeitet.

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