Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Thrombozytenaggregation

1 Definition

Thrombozytenaggregation bezeichnet das Zusammenlagern bzw. die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten) im Rahmen der primären Hämostase.

2 Physiologie

Der Thrombozytenaggregation geht eine Aktivierung der Thrombozyten voraus, die durch den Kontakt des von-Willebrand-Faktors bzw. dessen Rezeptoren (GP Ib-V-IX-Komplex sowie GP IIb/IIIa-Komplex) mit freigelegten Kollagenbestandteilen der Gefäßwand ausgelöst wird. Diese Phase wird auch als Thrombozytenadhäsion ("Plättchenanlagerung") bezeichnet. Diese erste Phase der Adhäsion wird über Kollagen, Fibronektin, Laminin und Integrin-Rezeptoren auf der Thrombozytenoberfläche stabilisiert.

Durch die Aktivierung kommt es zu morphologischen Veränderung der Thrombozyten. Sie vergrößern ihre Oberfläche, indem sie ihr Zytoskelett umstrukturieren, Pseudopodien ausstülpen und degranulieren.

Die ausgeschütteten Granulainhalte induzieren

Die Thrombozytenaggregation erfolgt nach ADP-abhängiger Aktivierung des GP IIb/IIIa-Rezeptors durch fibrinvermittelte Vernetzung der Thrombozyten.

siehe auch: Thrombozytenaggregationshemmer

3 Pathologie

Es gibt seltene, angeborene Erkrankungen, die eine gestörte Thrombozytenaggregation zur Folge haben, unter anderem die Glanzmann'sche Thrombasthenie.

siehe auch: Thrombozytopathien

4 Labormethode

Im hämostaseologischen Labor wird als Thrombozytenaggregation eine Methode zur Untersuchung der Thrombozytenfunktion bezeichnet, die Aggregometrie nach Born.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

18 Wertungen (2.83 ø)

64.690 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: