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Autokrin

von griechisch: krinein - trennen
Englisch: autocrine

1 Definition

Als autokrin bezeichnet man einen Sekretionsmodus, bei dem Drüsenzellen ihre Produkte in das Interstitium ihrer unmittelbaren Umgebung abgeben, so dass sie auf die sezernierende Zelle selbst zurückwirken (Ultrashort-Feedback-Mechanismus).

Die autokrine Sekretion ist daher ein Sonderfall der parakrinen Sekretion.

2 Physiologie

Autokrine Wirkungen haben viele Gewebshormone und Zytokine, aber auch klassische Hormone wie Insulin oder TSH. Dadurch entstehen Regulationsmuster im Sinne eines Ultrashort-Feedbacks.

Die Wissenschaft der endokrinen und im weiteren Sinne auch der parakrinen und autokrinen Sekretion ist die Endokrinologie.

2.1 Beispiele

In Keratinozyten der Haut wird aus 7-Dehydrocholesterol enzymatisch und mittels UV-Strahlung Vitamin D3 synthetisiert. Dieses Hormon wirkt autokrin und fördert die Differenzierung der Keratinozyten. Außerdem wird Calcitriol von Immunzellen nach Erkennung von Erregern synthetisiert. Calcitriol wirkt wiederrum autokrin und stimuliert die Synthese von antimikrobiellen Peptiden (z.B. Cathlecidine).[1]

Bei der Blutgerinnung wird TXA2 von Thrombozyten freigesetzt. TXA2 bindet dann an eigene Thromboxanrezeptoren und stimuliert dadurch die Freisetzung von weiterem TXA2.

3 Quellen

  1. Morris HA, Anderson PH Autocrine and Paracrine Actions of Vitamin D, Clin Biochem Rev. 2010 Nov; 31(4): 129–138, abgerufen am 03.04.2020

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juni 2020 um 23:23 Uhr bearbeitet.

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