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Paraneoplastisches Syndrom

(Weitergeleitet von Paraneoplasie)

von griechisch: para - neben; neo - neu; plastein - bilden
Synonym: Paraneoplasie
Englisch: paraneoplastic syndrome, paraneoplastic phenomenon, paraneoplasia

1 Definition

Als paraneoplastisches Syndrom bezeichnet man bestimmte Symptom- und Befundkonstellationen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, aber keine unmittelbare Folge des lokalen Tumorwachstums oder der Metastasenbildung sind. In einigen Fällen kann ein paraneoplastisches Syndrom auch die Erstmanifestation einer Tumorerkrankung darstellen.

2 Pathogenese

Die Pathogenese der meisten paraneoplastischen Syndrome ist derzeit (2020) unklar. Meist entstehen die Symptome sekundär durch Substanzen, die vom Tumor sezerniert werden oder als Folge einer Antikörperbildung gegen Tumorzellen, die mit anderem Gewebe kreuzreagieren.

Am häufigsten finden sich paraneoplastische Syndrome bei:

3 Symptome

3.1 Allgemeinsymptome

Zu den paraneoplastischen Allgemeinsymptomen zählen:

3.2 Kutane Symptome

3.3 Endokrine Symptome

3.4 Gastrointestinale Symptome

3.5 Hämatologische Symptome

3.6 Neurologische Symptome

Neurologische Paraneoplasien sind häufig mit Autoantikörpern assoziiert, z.B. Anti-Hu- (Anti-Hu-Syndrom) oder Anti-Yo-Antikörpern (Anti-Yo-Syndrom) sowie Autoantikörpern gegen NMDA-Rezeptoren oder VGKCs.[1]

3.7 Weitere Symptome

4 Therapie

Paraneoplastische Syndrome werden durch Behandlung des zugrundeliegenden Tumorleidens therapiert, also meist durch chirurgische Interventionen, Chemotherapie und Bestrahlung. Zusätzlich können jedoch symptomatische Maßnahmen notwendig sein, vor allem, wenn das paraneoplastische Syndrom lebensgefährliche Stoffwechselentgleisungen hervorruft.

5 Quellen

  1. DGN, Leitlinie paraneoplastische neurologische Syndrome, Stand 2015, abgerufen am 16.04.2020

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Dezember 2020 um 18:48 Uhr bearbeitet.

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