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Leser-Trélat-Syndrom

nach dem deutschen Chirurgen Edmund Leser (1853-1916) und dem französischen Chirurgen Ulysse Trélat (1828-1890)

1 Definition

Das Leser-Trélat-Syndrom äußert sich durch das disseminierte Auftreten seborrhoischer Keratosen und geht häufig mit Juckreiz einher. Es besteht die Vermutung, dass das Krankheitsbild im Rahmen einer bösartigen Tumorerkrankung auftaucht, weshalb es von einigen Autoren als paraneoplastisches Syndrom gewertet wird. Diese Tatsache ist allerdings umstritten, da bis heute (2020) kein Kausalzusammenhang nachgewiesen werden konnte.

2 Geschichte

Die Namensgebung des Krankheitsbildes geht auf den deutschen Chirurgen Edmund Leser und den französischen Chirurgen Ulysse Trélat zurück. Beide Chirurgen beschrieben dieses Krankheitsbild unabhängig voneinander, wobei bei der Erstbeschreibung vermeintlich das senile Hämangiom gemeint war.

3 Epidemiologie

Das Leser-Trélat-Syndrom ist eher selten. Bei den beschriebenen Fällen handelt es sich meist um Einzelfälle. Es zeigt sich ein Altersgipfel im höheren Alter.

4 Klinik

Klinisch sieht man plötzlich auftretende, multiple seborrhoische Keratosen mit disseminierter und diffuser Verteilung über das Integument. In etwa der Hälfte der Patienten findet sich ein Pruritus.

Diese Seite wurde zuletzt am 10. Juni 2020 um 18:10 Uhr bearbeitet.

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