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Leukämie

von griechisch: leukos - weiß; haima - Blut
Synonyme: Blutkrebs, Leukose, Weißblütigkeit
Englisch: leukemia (AE), leukaemia (BE)

1 Definition

Als Leukämie bezeichnet man neoplastische Erkrankungen des Blutes oder blutbildenden Systems, die durch eine Proliferation myeloischer oder lymphatischer Blutzellen und eine Besiedlung des Knochenmarkes, aber auch des peripheren Blutes, der lymphatischen Organe oder anderer Organsysteme charakterisiert ist. Das zugehörige Adjektiv lautet leukämisch.

2 Klassifikation

Die Klassifikation der Leukämien ist komplex und verändert sich durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse sehr dynamisch. Traditionell basiert sie auf klinischen, morphologischen und immunologischen Kriterien. In Laufe der Zeit haben darüber hinaus zytogenetische bzw. molekularbiologische Merkmale der Tumorzellen zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Nach dem Verlauf unterscheidet man akute und chronische, nach dem beteiligtem Zelltyp myeloische und lymphatische Leukämien. Zusätzlich kann man zwischen leukämischen und sub- beziehungsweise aleukämischen Verläufen mit weniger oder keinen Leukozyten im peripheren Blut differenzieren.

2.1 ICD-10

3 Pathophysiologie

Aufgrund der Heterogenität des Krankheitsbildes lassen sich für die Entstehung von Leukämien verschiedenste Ursachen aufführen. Unter anderem spielen Mutagene, die in der Fachliteratur beschrieben wurden eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Leukämien. Dazu gehören ionisierende Strahlungsformen und chemische Noxen. Auch verschiedene Viren (Onkoviren) sind in der Lage, Leukämien auszulösen.

Schließlich sind genetische Mutationen entdeckt worden, die mit Leukämien assoziiert sind. Ein Beispiel dafür sind Mutationen der Gene IDH1 und IDH2, die in einer Studie bei bis zu 20% der Erkrankten nachweisbar waren. Auch chromosomale Strukturdefekte wie Translokationen sind beschrieben, wobei die Philadelphia-Translokation bei chronisch myeloischer Leukämie (CML) die wohl bekannteste darstellt und ein wichtiger prognostischer Faktor ist.

4 Symptome

Je nach Art der Leukämie können die Symptome sehr unterschiedlich ausfallen oder ausgeprägt sein. Neben allgemeinen Tumorsymptomen (B-Symptomatik) finden sich vor allem Beschwerden, die durch den Ausfall der betroffenen oder in Mitleidenschaft gezogener Blutzellen bedingt sind.

siehe auch: Leukostasesyndrom

5 Differentialdiagnose

6 Therapie

Die Therapiestrategien variieren je nach Form und Verlauf der Leukämie. Zum Einsatz kommen:

6.1 Medikamentöse Therapie

6.2 Nichtmedikamentöse Therapie

Die verschiedenen Therapiemöglichkeiten werden häufig kombiniert eingesetzt, z.B. als Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzellinfusion oder als Radiochemotherapie

7 Siehe auch

8 Weblink

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Fachgebiete: Hämatologie, Onkologie

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