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Hyperglykämie

von griechisch: hyper - zu viel, glykos - Zucker und haima - Blut
Englisch: hyperglycemia

1 Definition

Bei einer Hyperglykämie handelt es sich um einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Dies ist definitionsgemäß bei einem Nüchternglukosegehalt von mehr als 100 mg/dl (5,5 mmol/l) bzw. 140 mg/dl (7,8 mmol/l) 2 Stunden postprandial der Fall.

Nach einer Mahlzeit ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel physiologisch. Eine dauerhaft erhöhte Glukosekonzentration ist jedoch pathologisch. Sie ist das Leitsymptom des Diabetes mellitus.

  • ICD10-Code: R73 - Erhöhter Blutglukosewert

2 Pathophysiologie

Eine Hyperglykämie kann durch unterschiedliche Mechanismen entstehen.

3 Vorkommen

Eine Hyperglykämie kann bei einer großen Zahl verschiedener Krankheiten bzw. klinischer Situationen auftreten. Dazu zählen unter anderem:

Die größte klinische Bedeutung haben Hyperglykämien bei Diabetes mellitus. Sie entstehen meist durch falsche Ernährung (zu hohe Kalorienaufnahme), mangelhafte medikamentöse Einstellung oder Non-Compliance des Patienten bei der Einnnahme der Medikamente.

4 Leitsymptome

Die Hyperglykämie ist gekennzeichnet durch:

Akute kurzzeitige Hyperglykämien verursachen meist keine typischen klinischen Symptome, solange sie die Nierenschwelle für Glukose (etwa 180 bis 200 mg/dl) nicht überschreiten. Wird die Nierenschwelle überschritten, kommt es durch verminderte Wasserrückresorption aus dem Primärharn zur Polyurie. Wenn die Trinkmenge den Flüssigkeitsverlust nicht ausgleicht, entsteht eine Exsikkose. Bei sehr hohen Blutzuckerwerten (> 600 mg/dl) über mehrere Tage kann es zu einem hyperosmolaren Koma kommen.

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