Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hyperkalzämie

Synonym: Hypercalcämie
Englisch: hypercalcemia

1 Definition

Eine Hyperkalzämie liegt bei einer Erhöhung des Serumkalziums über den Referenzbereich vor.

2 Ätiologie

Der größte Teil der Hyperkalzämien ist auf maligne Neoplasien (z.B. Knochenmetastasen bei Mammakarzinom, Plasmozytom), Paraneoplasie oder einen Hyperparathyreoidismus zurückzuführen. Weitere, aber seltene Ursachen sind unter anderem:

3 Symptome

Eine Hyperkalzämie wird meistens vor der Ausbildung einer Symptomatik durch Labordiagnostik zufällig entdeckt. Die Hyperkalzämie kann jedoch, wenn Sie unentdeckt bleibt, zu einer Reihe von Symptomen führen:

Vorsicht ist bei Patienten geboten, die Digitalisglykoside einnehmen. Die Toxizität von Digitalisglykosiden wird durch eine Hyperkalzämie gesteigert.

3.1 Hyperkalzämische Krise

Bei einer raschen Entwicklung über wenige Tage kann sich das Vollbild einer hyperkalzämischen Krise entwickeln. Hyperkalzämische Krisen werden meistens durch Osteolysen bei vorliegenden Knochenmetastasen hervorgerufen.

Die Symptomatik ist akut und besteht aus einer Kombination von:

4 Diagnostik

Die Diagnostik dient der Fahndung nach der zugrundeliegenden Ursache und umfasst unter anderem die Bestimmung von Parathormon zum Ausschluss eines Hyperparathyreoidismus. Bei Vorliegen von Spontanfrakturen ist das Vorhandensein von ossären Metastasen naheliegend.

5 Therapie

Die Therapie besteht in der Behandlung der zugrundeliegenden Ursache. Symptomatisch kann das Serumkalzium durch die Steigerung der Ausscheidung gesenkt werden. Dazu hat sich die Gabe eines Schleifendiuretikums in Kombination mit Glukokortikoiden bewährt.

Bei schweren Formen kann die Gabe von Calcitonin eine schnelle Senkung des Calciumspiegels hervorrufen, in Ausnahmefällen muss auf eine Hämodialyse zurückgegriffen werden.

Die Gabe von Bisphosphonaten ist bei Vorliegen von Knochenmetastasen zur Verlangsamung der Osteolysen angebracht.

siehe auch: Hypokalzämie

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