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Alpelisib

Synonym: BYL719
Handelsname: Piqray®

1 Definition

Alpelisib ist ein Arzneistoff aus der Klasse der PI3K-Inhibitoren, der zur Behandlung bestimmter Formen des Mammakarzinoms eingesetzt wird.

2 Chemie

Alpelisib besteht aus mehreren Heterozyklen. Die Summenformel lautet C19H22F3N5O2S; die molare Masse beträgt 441,5 g/mol. Die Verbindung ist leicht basisch.[1]

3 Wirkmechanismus

Gain-of-Function-Mutationen der katalytischen alpha-Untereinheit der Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K-α) führen zu einer Aktivierung des PI3K/Akt-Signalwegs, Zelltransformation und Tumorbildung.

Alpelisib hemmt spezifisch die PI3K-α sowie den PI3K/AKT-Signalweg und reduziert so das Tumorwachstum. Weiterhin verursacht Alpelisib einen Anstieg der Östrogenrezeptor-Transkription in Brustkrebszellen.

4 Pharmakokinetik

Die Bioverfügbarkeit von Alpelisib beträgt nach oraler Gabe über 99 %. Der maximale Plasmaspiegel wird nach 2 bis 4 Stunden erreicht. Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 114 Liter.

Der Abbau von Alpelisib erfolgt v.a. über Hydrolyse zum Metaboliten BZG791, z.T. auch über CYP3A4. Die Halbwertszeit beträgt 8 bis 9 Stunden. Die Ausscheidung erfolgt zum Großteil über den Stuhl.

5 Indikation

Alpelisib wird in Kombination mit Fulvestrant bei postmenopausalen Frauen oder Männern mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HR-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom mit PIK3CA-Mutation eingesetzt, wenn eine Progression unter oder nach einem endokrinen Therapieregime auftritt.

Voraussetzung ist der vorherige Nachweis einer PIK3CA-Mutation durch Liquid Biopsy oder im Tumorbiopsat.

6 Applikationsform

Alpelisib ist in Form einer Filmtablette à 50, 150 und 200 mg verfügbar.

7 Dosierung

Alpelisib wird in einer täglichen Dosis von 300 mg verabreicht. Dabei sollte die Tablette jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Gleichzeitig wird 500 mg Fulvestrant anfangs an den Tagen 1, 15 und 29 und anschließend einmal monatlich intramuskulär appliziert.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

8 Nebenwirkungen

Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen von Alpelisib zählen:

9 Wechselwirkungen

Alpelisib kann die metabolische Clearance gleichzeitig gegebener Arzneimittel hemmen, die von CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 abgebaut werden, sofern ausreichend hohe Konzentrationen erreicht werden. Folgende Wechselwirkungen wurden beobachtet:

10 Kontraindikationen

11 Zulassung

Alpelisib wurde im Mai 2019 von der FDA zugelassen. In der EU erfolgte die Zulassung im Juli 2020. Hersteller ist Novartis.

12 Literatur

13 Quellen

  1. Alpelisib in der pubchem-Datenbank, aufgerufen am 11.11.2020

Fachgebiete: Arzneimittel, Onkologie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. November 2020 um 17:36 Uhr bearbeitet.

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