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Urinstatus

Synonyme: Harnstatus, U-Status

1 Definition

Als Urinstatus bezeichnet man im klinischen Sprachgebrauch die Zusammenstellung der mit einem Schnelltest oder im Labor ermittelten Ergebnisse der Untersuchung des Urins.

2 Probengewinnung

Für die Untersuchung des Urins eignet sich am besten aus dem Mittelstrahl gewonnener frischer Morgenurin. Die hierin enthaltenen Stoffe sind höher konzentriert als die des Urins, den man später gewinnt. Der Genitalbereich sollte zunächst gesäubert und evtl. desinfiziert werden, da sich so eine Verfälschung der Ergebnisse durch äußerliche Verunreinigung weitgehend vermeiden lässt. Bei Frauen während der Menstruation sollte der Nachweis von Erythrozyten im Urin nicht zur Diagnose einer Hämaturie verleiten (diese ist natürlich auch nicht augeschlossen).

Auch das Verwerfen des Erststrahlurins dient der Reduzierung von Keimen und Bakterien aus dem äußeren Teil der Harnröhre. Der Mittelstrahlurin wird in einem Becher aufgefangen (ca. 10 ml). In manchen Fällen ist es jedoch sinnvoll, den Urin über einen Blasenkatheter zu gewinnen.

3 Methoden

Der Urinstatus kann entweder orientierend in der Praxis bzw. am Krankenbett mit Hilfe eines Teststreifens oder durch aufwändigere Methoden im Labor ermittelt werden.

3.1 Teststreifen

Der Urinteststreifen wird kurz in den Harn getaucht und ermöglicht innerhalb weniger Minuten eine semiquantitative Bestimmung diagnostischer Parameter, wie beispielsweise einer Proteinurie. Der sichtbare Farbumschlag zeigt näherungsweise den Gehalt an:

Der Urin eines gesunden Menschen enthält keine Ketone, kein Nitrit und keine Blutbestandteile (z.B. Hämoglobin), sowie nur minimale Spuren an Proteinen.

3.2 Laboruntersuchung

Die Laboruntersuchung umfasst neben chemischen Zusammensetzung des Urins auch eine Untersuchung des Harnsediments, das durch Zentrifugieren des Urins gewonnen wird. Das Sediment wird mikroskopisch auf geformte Bestandteile (Epithelzellen, zelluläre Blutbestandteile, Zylinder) hin untersucht, deren genaue Anzahl man in einer Zählkammer quantifizieren kann.

4 Indikationen

5 Aussagekraft

Der Urinstatus kann Frühsymptome von folgenden Krankheitsgruppen ermitteln:

Ein negatives Protein-Testfeld schließt eine Proteinurie nicht sicher aus, da die Methode nicht sensitiv genug ist. Bei entsprechender klinischer Fragestellung, z.B. Diabetes mellitus oder Hypertonie, sollte Albumin im Urin gezielt untersucht werden.

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