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Diuretikum

von griechisch: di-uretikós - "den Urin befördernd"
Synonym: Harntreibendes Mittel
Plural: Diuretika

1 Definition

Ein Diuretikum ist ein Arzneimittel mit hoher therapeutischer Breite, das zur Ausschwemmung von Wasser aus dem menschlichen oder tierischen Körper eingesetzt wird (siehe auch Diurese). Man behandelt damit z.B. Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Diuretika werden auch bei Vergiftungen eingesetzt.

Beim Einsatz von Diuretika muss vor allem berücksichtigt werden, dass keine Elektrolytverschiebungen auftreten (→ Laborkontrolle).

2 Einteilung

Man unterscheidet folgende Typen von Diuretika:

3 Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Nebenwirkung Kontraindikationen
Thiaziddiuretika
Schleifendiuretika
Wie Thiazide, jedoch Hypokalzämie

Ferner:

  • Übelkeit, Erbrechen (Etacrynsäure)
  • Reversibler Hörverlust (Furosemid)
  • Irreversibler Hörverlust (Etacrynsäure)
Wie Thiazide, außer Hyperkalzämie
Aldosteron-Antagonisten

Cave: Hörverlust droht bes. bei rascher i.v.-Gabe höherer Dosen.

Cave: Antikaliuretika bei älteren Patienten mit evtl. eingeschränkter Nierenfunktion (Hyperkaliämiegefahr!)

Amilorid und Triamteren
Wie Aldosteron-Antagonisten
Cave: Diuretikatherapie → regelmäßige Laborkontrollen:

Natrium, Kalium, Kalzium, Kreatinin, Harnsäure, Cholesterin, Glukose

4 Quellen

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