Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Nausea

(Weitergeleitet von Übelkeit)

Synonym: Übelkeit
Englisch: nausea

1 Definition

Nausea ist ein in der Regel auf den Magen-Darm-Trakt projiziertes Gefühl der Übelkeit, das mit Brechreiz verbunden sein kann.

2 Ursachen

Nausea kann eine Vielzahl verschiedener Ursachen haben, z.B.:

3 Pathophysiologie

Nausea ist eine komplexe Körperempfindung, die vom zentralen und autonomen Nervensystem moduliert wird. Die im Rahmen von Lebensmittelvergiftungen auftretende Nausea kann als Selbstschutzmaßnahme des Körpers verstanden werden, die die weitere Aufnahme von Nahrung verhindert.

4 Therapie

Die Therapie der Nausea richtet sich nach der auslösenden Ursache und ist in erster Linie kausal ausgerichtet. Zusätzlich kann eine symptomatische Therapie mit Medikamenten erfolgen. Arzneistoffe, die gegen Übelkeit wirken, werden als Antiemetika bezeichnet. Dazu zählen u.a.:

Bei der Wahl des Wirkstoffs sollte man die Ursache der Nausea berücksichtigen.

Die Prokinetika Metoclopramid und Domperidon sind wahrscheinlich die am häufigsten verwendeten Antiemetika. Sie werden bei Übelkeit unterschiedlichster Genese eingesetzt. Hierzu zählt auch die pharmakologisch ausgelöste Übelkeit z.B. bei Tramadol und anderen Opioiden - besonders wenn diese i.v. appliziert werden, einigen Antibiotika (Doxycyclin, Clindamycin) oder SSRIs in der Anfangsphase.

Bei Übelkeit im Rahmen von Kinetosen sind klassische Antiemetika, wie Metoclopramid unwirksam. In solchen Fällen werden die Antihistaminika der ersten Generation - Diphenhydramin und Dimenhydrinat und/oder das Anticholinergikum Scopolamin eingesetzt.

Bei diabetischer Gastroparese sind Metoclopramid und Domperidon Mittel der ersten Wahl. Auch bei Lebensmittelvergiftungen kommen prokinetisch wirksame Antiemetika zum Einsatz.

In einem akuten Migräneanfall findet Metoclopramid zur Unterdrückung der Übelkeit und zur Steigerung der schmerzbedingt abgeschwächten Darmperistaltik Anwendung. Metoclopramid kann in schweren Formen auch intravenös appliziert werden. Für den Migräneanfall stehen auch Suppositorien zur Verfügung.

Bei Zytostatika-bedingter Übelkeit im Rahmen einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung haben die Setrone, die am 5-HT-Rezeptor antagonistisch wirken, die beste Effektivität. Präparate wie Granisetron oder Ondansetron unterdrücken die Nausea zuverlässig. Sie werden oft mit dem Glukokortikoid Dexamethason augmentiert. In therapierefraktären Fällen kann das Therapieschema um das Benzodiazepin Lorazepam erweitert werden. Setrone können auch im Rahmen der postoperativen Nausea gegeben werden.

Fachgebiete: Allgemeinmedizin

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

13 Wertungen (3.23 ø)

208.508 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
Sprache:
DocCheck folgen: