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Domperidon

Handelsname: Motilium®
Englisch: Domperidone

1 Definition

Domperidon ist ein prokinetisches Antiemetikum aus der Gruppe der Dopamin-Antagonisten.

2 Wirkmechanismus

Domperidon blockiert die D1- und D2-Dopamin-Rezeptoren in der Area postrema und erhöht außerdem die Motilität des Gastrointestinaltrakts.

3 Wirkung

Domperidon wirkt gegen Übelkeit (Nausea), Erbrechen und Gastroparese. Im Allgemeinen ist Domperidon nicht so potent wie Metoclopramid, ebenfalls ein Dopamin-Antagonist.

Domperidon wirkt als Dopamin-Antagonist nicht bei Kinetosen. Bei Kinetosen gibt man stattdessen H1-Antagonisten (Diphenhydramin, Dimenhydrinat) oder Scopolamin.

4 Pharmakokinetik

Domperidon überwindet nur in geringem Maße die Blut-Hirn-Schranke, daher wirkt es nur peripher und kaum zentral. Da das Brechzentrum in der Area postrema zu den zirkumventrikulären Organen gehört und somit keine Blut-Hirn-Schranke aufweist, wirkt Domperidon zentral antiemetisch.

Aufgrund der geringen Präsenz im ZNS werden nur geringe zentralnervöse Nebenwirkungen beobachtet.

5 Nebenwirkungen

Domperidon erhöht den Prolaktinspiegel und kann zur Hyperprolaktinämie führen. Außerdem steht Domperidon im Verdacht, ventrikuläre Arrhythmien auszulösen. Da Domperidon, im Gegensatz zu Metoclopramid, die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, hat es auch keine Wirkung auf das extrapyramidalmotorisches System und löst keine Dyskinesien aus.

Weitere Nebenwirkungen sind:

6 Wechselwirkungen

Domperidon darf nicht zusammen mit Substanzen eingenommen werden, die das QT-Intervall verlängern.

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