Das Medizinlexikon zum Medmachen

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Antihistaminikum

Englisch: histamine antagonist, antihistamine

1 Definition

Als Antihistaminika ist eine Bezeichnung für Substanzen, welche die Histaminwirkung an Histamin-Rezeptoren herabsetzen. Pharmakologisch gesehen ist die Nomenklatur Histamin-Rezeptorantagonist genauer.

2 Substanzklassen

Man unterscheidet nach ihrem Zielrezeptor 4 Klassen von Antihistaminika:

Derzeit (2016) werden nur H1-Rezeptorantagonisten (z.B. Cetirizin) und H2-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Ranitidin) therapeutisch eingesetzt. H3-Antagonisten befinden sich in klinischer Prüfung. Bei den H3- und H4-Rezeptorantagonist ist der Begriff "Antihistaminika" irreführend, da die betreffenden Rezeptoren die Histaminausschüttung hemmen. H3- und H4-Rezeptorantagonisten führen daher zu einer erhöhten Histaminkonzentration im ZNS.

3 Abgrenzung

Gelegntlich werden auch Mastzellstabilisatoren zu den Antihistaminka gerechnet (z.B. Cromoglycin). Sie inhibieren jedoch nicht direkt die Histaminwirkung am entsprehenden Rezeptor, sondern reduzieren dessen Ausschüttung aus Mastzellen.

Tags:

Fachgebiete: Allergologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicken Sie hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

29 Wertungen (3.45 ø)
Teilen

72.412 Aufrufe

DocCheck folgen: