Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Mediziner,
wir gönnen uns eine herbstliche Verschnaufpause. Deshalb sind vom 10. bis 22. Oktober keine Bearbeitungen möglich.
Arbeitet doch schon mal an der Halloween-Deko oder lasst einen Drachen steigen. Wir freuen uns, wenn ihr gut erholt zurückkommt!

Low Density Lipoprotein

(Weitergeleitet von LDL-Cholesterin)

Abkürzung: LDL
Synonym: LDL-Cholesterin, β-Lipoprotein

1 Definition

Als Low Density Lipoprotein werden die nach Modifikation von VLDL (very low density lipoprotein) entstehenden cholesterinreichen Lipoproteine (Dichteklasse 1,019 - 1,063 g/ml) bezeichnet. Physiologische Aufgabe des LDL ist der Transport von Cholesterin aus der Leber in extrahepatische Gewebe.

2 Zusammensetzung

LDL besteht zu etwa 50 % aus Cholesterin, der Rest zu etwa gleich großen Anteilen aus Proteinen und Phospholipiden. Das funktionell wichtige und für LDL charakteristische Apolipoprotein ist ApoB-100, welches als Ligand für den auf Zellmembranen der Zielzellen vorhandenen LDL-Rezeptor dient.

Das von manchen Autoren zu den LDL-Lipoproteinen gezählte Lipoprotein (a) enthält zusätzlich das Apolipoprotein Apo(a). Sein Stoffwechsel weist wesentliche Unterschiede auf.

3 Stoffwechsel

Low Density Lipoprotein entsteht beim Abbau der von der Leber synthetisierten VLDL durch die Lipoproteinlipase. Als Zwischenprodukt entsteht dabei IDL (intermediate density lipoprotein).

Im Blut zirkulierendes LDL bindet an LDL-Rezeptoren auf der Zellmembran von Körperzellen und werden durch Endozytose aufgenommen. In der Zelle fusionieren die LDL-haltigen Vesikel mit Lysosomen, LDL und der LDL-Rezeptor werden wieder voneinander getrennt. Der LDL-Rezeptor wird wieder an die Zellmembran transportiert, während die LDL-Partikel intrazellulär abgebaut werden.

Das beim Abbau frei werdende Cholesterin wird durch das Enzym ACAT zwecks Speicherung in Cholesterinester umgewandelt. Eine Anhäufung von Cholesterin und Cholesterinestern innerhalb der Zelle führt zur Repression der endogenen Cholesterinsynthese.

4 Medizinische Bedeutung

Die Plasmakonzentration des LDL dient zur Differentialdiagnose einer Hyperlipoproteinämie (erhöht bei Typ II a und b) und gilt als ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung einer Atherosklerose.

5 Referenzbereich

Die LDL-Konzentration im Serum wird laborchemisch bestimmt. Die Bewertung des gemessenen Werts ist abhängig von der kardiovaskulären Risikosituation des Patienten. Dabei werden folgende Zielwerte definiert:

Der LDL-Wert wird darüber hinaus immer im Zusammenhang mit dem HDL-Wert beurteilt.

Sind die Parameter HDL, Triglyceride und Gesamtcholesterin bereits bestimmt, kann ein Annäherungswert für die LDL-Konzentration mit der Friedewald-Formel berechnet werden.

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
20 Wertungen (3.9 ø)
Teilen

77.591 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: