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Zellmembran

Synonyme: Zytoplasmamembran, Plasmamembran, Membrana cellularis, Plasmalemm
Englisch: cell membrane, plasmalemma

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Die Zellmembran ist eine Membran aus Lipiden und Eiweißen, die jede Zelle gegenüber ihrer Umwelt abgrenzt und somit das Aufrechterhalten eines internen Milieus ermöglicht.

2 Struktur [bearbeiten]

Typischerweise besteht die Zellmembran aus zwei Lagen von amphiphilen Phospholipiden, deren polare Gruppen die Membran zum Zytosol und zum extrazellulären Raum hin begrenzen. Die lipophilen Anteile - vorwiegend langkettige Fettsäuren - beider Lipidschichten sind gegeneinander ausgerichtet und bilden damit eine hydrophobe Barriere.

2.1 Membranbausteine [bearbeiten]

Man unterscheidet verschiedene chemische Klassen von Membranlipiden:

Die dem Extrazellulärraum zugewandten Lipide können glykosyliert sein. Auch eine Reihe von Proteinen (z.B Annexine), Lipoproteinen und Glykoproteinen ist Bestandteil der Zellmembran. Man unterscheidet Transmembranproteine von Proteinen, die über Ankermoleküle an die Lipidschicht gebunden sind.

3 Funktion [bearbeiten]

Der lipophile Charakter der Zellmembran ermöglicht es, zwei wässrige Milieus gegeneinander abzugrenzen und einer Vermischung vorzubeugen. Ionen, stark polare und größere Moleküle können nicht oder nur schwer die Membran passieren. Auf diese Weise sind Zellen in der Lage, über in die Lipiddoppelschicht eingebaute Kanäle und Transporter selektiv Substanzen zwischen beiden Mileus auszutauschen: Damit lassen sich Konzentrationsdifferenzen (Anm.: Der Begriff "Gradient" sollte nicht verwendet werden) aufrechterhalten und z.B. ein Membranpotential aufbauen. Rezeptoren innerhalb der Membran ermöglichen eine Weiterleitung von Signalen in das Intrazellulärmilieu.

Durch den Gehalt der in die Membran eingebaute Cholesterin-Moleküle kann die Fluidität der elastischen Zellbegrenzungen reguliert werden. Diese Fluidität ermöglicht die Beweglichkeit von Proteinen innerhalb des Bilayers. Ebenso können Membranteile als Vesikel abgespalten werden und spielen damit eine entscheidende Rolle bei Endozytose und Sekretion.

Fachgebiete: Histologie

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Dr. med. Johannes Lang schreibt seit dem 28.07.2005 im Flexikon, hat bereits 23 neue Artikel publiziert und 115 Artikeldetails verbessert.

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