Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Vesikel

von lateinisch: vesicula - Bläschen
Englisch: vesicle

1 Zytologie

1.1 Definition

Vesikel, auch Transportvesikel genannt, sind kugelförmige oder ovoide Zellstrukturen von etwa 50-100 nm Durchmesser, die von einer einfachen Membran umgeben sind. Im elektronenmikroskopischen Schnittbild erscheinen sie als runde oder ovale Hohlräume.

1.2 Funktion

Vesikel sind eigene Kompartimente, deren Inhalt vom Zytoplasma abgetrennt ist. Über Transportvesikel werden Lipide und Proteine innerhalb einer Zelle von einem Organell zum nächsten transportiert. So werden z.B. Proteine, die im ER gebildet werden, in Vesikel sortiert und zum Golgi-Apparat gebracht.

Vesikel können auch Stoffe enthalten, die zur Exozytose bestimmt sind und sezerniert werden sollen (z.B. Neurotransmitter). Werden Substanzen durch Endozytose in die Zelle aufgenommen, geschieht dies ebenfalls durch die Ausbildung von Vesikeln an der Plasmamembran. Die Prozesse, an denen Vesikel beteiligt sind, werden auch als vesikulärer Transport bezeichnet.

Die Zuordnung der Vesikel zu den Organellen ist in der Literatur uneinheitlich. Nach Ansicht einiger Autoren sind sie keine eigenständigen Organellen, da sie nur temporär gebildet werden und sich wieder auflösen, wenn sie mit einem Organell wie dem Golgi-Apparat oder Lysosomen verschmelzen.

2 Dermatologie

2.1 Definition

In der Dermatogie spielt der Begriff Vesikel in der Effloreszenzenlehre eine Rolle: Als Vesikel bezeichnet man demnach mit seröser Flüssigkeit gefüllte, leicht vorgewölbte, intra- oder subepidermal gelegene Bläschen mit einem Durchmesser von bis zu 5 mm.

Fachgebiete: Biologie, Dermatologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

42 Wertungen (3.4 ø)
Teilen

85.388 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: