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Hypertensive Krise

Englisch: hypertensive urgency

1 Definition

Eine hypertensive Krise liegt bei einem kritischen und symptomatischen Anstieg des Blutdrucks über 230/120 mmHg vor. Bei einer hypertensiven Krise besteht im Gegensatz zum hypertensiven Notfall ("hypertensive emergency") noch keine Organschädigung, im Gegensatz zur hypertensiven Entgleisung ("hypertensive urgency") geht sie aber mit Symptomen einher.

2 Hintergrund

Der Begriff "hypertensive Krise" ist in der Medizin nicht einheitlich definiert. Er wird sowohl als Synonym für die hypertensive Entgleisung als auch als Synonym für den hypertensiven Notfall benutzt.

Nach der Definition der European Society of Hypertension und der European Society of Cardiology liegt eine hypertensive Krise bei Blutdruckwerten >180/120 mmHg vor.

3 Symptome

4 Therapeutisches Vorgehen

Bei einer hypertensiven Krise sollte zunächst sofortige Ruhe eingehalten werden. Nach einer halben Stunde sollte der Blutdruck kontrolliert werden. Besteht der hohe Blutdruck weiterhin, sollte die orale Gabe eines Antihypertensivums erfolgen, vorzugsweise eine zweite Dosis des bereits verwendeten Antihypertensivums (z.B. ACE-Hemmer).

Bei hierunter immer noch wiederholt erhöhten Blutdrücken über systolisch 200 mmHg ist eine Therapie mit weiteren Antihypertensiva zu erwägen. Gängige Präparate hierzu sind:

Sublinguales Nifedipin sollte nicht mehr eingesetzt werden, da es zu einem zu schnellen Abfall des Blutdrucks mit der Gefahr einer Reflextachykardie kommen kann.

Zu beachten ist, dass der Blutdruck nicht sehr schnell abgesenkt wird, da ansonsten insbesondere bei zerebrovaskulärer Vorschädigung Ischämiegefahr besteht. Bei Apoplex-Patienten ist eine Blutdruckerhöhung in der Akutphase symptomatisch und klingt in der Regel nach 1-2 Tagen ab.

Ziel des therapeutischen Vorgehens bei einer hypertensiven Krise ist die kontrollierte Senkung des Blutdruckes in einen ungefährlichen Bereich und damit die Verhinderung eines hypertensiven Notfalls und der damit verbundenen Organschädigung.

5 Ursachen

Zu den Ursachen einer hypertensiven Krise gehören u.a.

Die klinischen Symptome wurden in der aktuellen Version angepasst.
#3 am 12.08.2017 von Jan-Philipp Simon (Rettungssanitäter)
Hallo Frau Behnisch, vielen Dank für Ihren Hinweis. Das Flexikon basiert auf dem DocCheck Med-Mach-Prinzip. So sind Sie jederzeit herzlich willkommen, Änderungen per Klick auf "Bearbeiten" vorzunehmen. Über Ihre Mitarbeit würden wir uns sehr freuen!
#2 am 02.05.2013 von Bettina Beutler (Nichtmedizinische Berufe)
Liebe Kollegen, o.g. Symptome treffen für die hypertensive Krise per Definition nicht zu. Diese Symptome sind bereits Ausdruck der neurologisch/ kardiopulmonalen Organschädigung--> damit hypertensiver Notfall...und der bedarf - neben einer ausserklinischen RR-Senkung- einer sofortigen Klinikeinweisung mit Notarztbegleitung. Weil ich nicht wusste, wie ich sonst meinen Hinweis dazu loswerden konnte, wählte ich den Kommentar. Vielen Dank.
#1 am 02.05.2013 von Dipl.Med Ina Behnisch (Ärztin)

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