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Hyperpolarisation

Synonyme: Nachpotenzial, Nachpotential
Englisch: hyperpolarization

1 Definition

Als Hyperpolarisation bezeichnet man in der Physiologie die übermäßige Polarisierung einer Zellmembran durch Senkung des Ruhemembranpotentials.

Hyperpolarisation ist das Gegenteil der Depolarisation.

2 Physiologie

Eine Nervenzelle weist in Ruhe ein negatives Membranpotential auf. Nach der Erregung kommt es durch eine lange Öffnungszeit der Kaliumkanäle zu einem übermäßigen Ausstrom von K+-Ionen, sodass das Ruhepotential von ca. -80 mV überschritten wird. Die Spannung zwischen der Innen- und Außenseite der Membran wird damit noch negativer. Eine kurzfristige Hyperpolarisation der Nervenzellmembran erfolgt als "Nachpotential" nach jeder Depolarisation. Damit trägt die Hyperpolarisation entscheidend zur Refraktärzeit bei und schützt vor Übererregung.

Die Hyperpolarisation ist auch ein grundlegender Mechanismus hemmender ("inhibitorischer") Synapsen, der durch GABAA- und GABAB-Rezeptoren vermittelt wird. Sie öffnen oder schließen bestimmte Ionenkanäle an der postsynaptischen Membran, deren Erregbarkeit durch die Hyperpolarisation herabgesetzt wird.

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