Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Mediziner,
wir gönnen uns eine herbstliche Verschnaufpause. Deshalb sind vom 10. bis 22. Oktober keine Bearbeitungen möglich.
Arbeitet doch schon mal an der Halloween-Deko oder lasst einen Drachen steigen. Wir freuen uns, wenn ihr gut erholt zurückkommt!

Spironolacton

Synonyme: 7α-Acetylthio-3-oxo-17α-pregn-4-en-21,17β-carbolacton
Handelsname: Aldactone®
Englisch: Spironolactone

1 Definition

Spironolacton ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Aldosteron-Antagonisten.

2 Wirkungsmechanismus

Spironolacton führt über eine Blockade der Aldosteron-Rezeptoren zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium und Wasser. Gleichzeitig wird vermehrt Kalium einbehalten.

3 Pharmakokinetik

Nach oraler Gabe liegt die Bioverfügbarkeit von Spironolacton bei mehr als 90%. Die Substanz wird nach Resorption im Dünndarm nach kurzer Zeit in die Wirksubstanz Canrenoat überführt. Die Halbwertszeit des Spironolactons beträgt etwa 90 Minuten.

Die volle Wirkung des Spironolactons entfaltet sich erst nach mehreren Tagen, da zunächst die aktiven Metabolite akkumulieren müssen und zudem die steroidrezeptorvermittelte Wirkung durch Mindersynthese von Proteinen erst nach Verbrauch der bereits vorhandenen Proteine greifbar wird. Der maximale diuretische Effekt tritt in der Regel nach fünf Tagen ein.

Hinweis: Durch eine Dosiserhöhung kann man die Dauer bis zum Wirkungseintritt von Spironolacton nicht verkürzen.

4 Pharmakodynamik

Die entscheidenden Wirkungsmechanismen von Spironolacton bestehen in einer Verhinderung eines kompensatorischen Hyperaldosteronismus und der Unterbindung des myokardialen Remodelings durch Blockade des globalen und lokalen RAAS.

5 Anwendungsgebiete

Spironolacton wird hauptsächlich bei der Therapie der Herzinsuffizienz und Leberzirrhose verwendet. Je nach Indikation werden Tagesdosierungen zwischen 25 und 100 mg verwendet.

6 Applikation

Die Applikation erfolgt per os.

7 Nebenwirkungen

Durch zusätzlichen Antagonismus an Progesteron- und Androgenrezeptoren:

8 Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und AT1-Rezeptor-Antagonisten erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie. Die Kombination von Antihypertensiva, Diuretika und Spironolacton kann zu einem starken Blutdruckabfall mit möglichem Nierenversagen führen.

Acetylsalicylsäure hemmt die Wirkung von Spironolacton.

In Kombination mit Digoxin treten erhöhte Plasmaspiegel des Herzglykosids auf.

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

56 Wertungen (2.82 ø)
Teilen

160.961 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: