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Sinus durae matris

von lateinisch: sinus - Brust, Bucht; durus - hart; mater - Mutter
Synonyme: Hirnsinus, Hirnblutleiter
Englisch: sinus of the dura mater, brain sinus, dural venous sinus

1 Definition

Die Sinus durae matris sind die aus Duraduplikaturen hervorgehenden großen venösen Blutgefäße des Gehirns.

2 Histologie

Die Sinus liegen in Duplikaturen der Dura mater, vor allem an den Ansatzstellen von Tentorium cerebelli und Falx cerebri. Sie weisen damit in ihrer Wandstruktur den histologischen Aufbau der Hirnhäute auf. Zum Lumen hin sind sie mit Endothel ausgekleidet. Im Gegensatz zu den meisten Venen des menschlichen Organismus haben die Sinus durae matris keine Venenklappen.

3 Anatomie

Zu den Sinus durae matris gehören die im Folgenden aufgelisteten Gefäße:

4 Klinik

Bei Kleinkindern ist es möglich, durch die Fontanellen Blut aus dem Sinus sagittalis superior abzuziehen, auch wenn man heute aufgrund der Komplikationen zunehmend von dieser Option abrückt.

Die Verlegung der Hirnsinus durch septisch oder nicht-septisch (blande) entstandene Thromben führt zum Krankheitsbild einer Sinusvenenthrombose (SVT).

Entzündungen der Hirnsinus werden als "Sinusitis" oder - wegen der Verwechslungsgefahr mit der gleichnamigen Nasennebenhöhlenentzündung - besser als "Sinusphlebitis" bezeichnet.

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Fachgebiete: Zentralnervensystem

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Februar 2021 um 17:21 Uhr bearbeitet.

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