Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Nasennebenhöhlen

(Weitergeleitet von Nasennebenhöhle)

Synonym: Sinus paranasales
Englisch: paranasal sinus

1 Definition

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte, paarige Aussackungen der Nasenhöhle, die mit respiratorischem Epithel ausgekleidet sind. Sie befinden sich zwischen den beiden Knochenplatten (Tabula externa und interna) einiger Schädelknochen und pneumatisieren sie dadurch. Anatomisch werden die Nasennebenhöhlen der inneren Nase und damit dem Atmungsapparat zugeordnet.

2 Einteilung

Beim Menschen findet man folgende Nasennebenhöhlen:

3 Physiologie

Die Hauptaufgabe der Nasennebenhöhlen wird kontrovers diskutiert. Zum einen verringern sie das Schädelgewicht, da durch die Hohlraumbildung Knochenmaterial eingespart wird. Zum anderen sorgen sie durch ihren Anschluß an die Nasenhöhle auch für eine Konditionierung der Atemluft.

Fünf Faktoren fällt eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der normalen Funktion der Nasennebenhöhlen zu:

  • Ungehinderte Durchgängigkeit der Nasenhaupthöhle bis in den Nasenrachenraum
  • Durchgängigkeit der natürlichen Öffnungen zu den Nasennebenhöhlen
  • Ungestörte Funktion des Flimmerapparates (Flimmerepithel)
  • Qualität und Quantität des Nasensekrets
  • Aufrechterhaltung der Sterilität in den Nasennebenhöhlen (Stickstoffmonoxid)

4 Pathologie

Bei Infektionen der Nasenhöhle (Rhinitis) können Erreger relativ leicht in die Nasennebenhöhlen gelangen und hier zum Krankheitsbild einer Sinusitis führen. Besonders Störungen des ostiomeatalen Komplexes können zur Ursache für komplexe Erkrankungen der Nasennebenhöhlen werden.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
24 Wertungen (3.92 ø)

111.101 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: