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Kieferhöhle

Synonyme: Sinus maxillaris, Oberkieferhöhle
Englisch: maxillary sinus

1 Definition

Die Kieferhöhle, lateinisch Sinus maxillaris, gehört zu den Nasennebenhöhlen. Es handelt sich um paarige, mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidete Hohlräume (Pneumatisationsräume) im Oberkieferknochen (Maxilla).

2 Anatomie

Die Kieferhöhle zählt zu den Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales). Sie hat annähernd die Form einer dreiseiten Pyramide. Ihr Boden liegt etwa 1 cm tiefer als der Nasenboden. Ihr Volumen kann bis zu 15 ml betragen, das mittlere Volumen liegt bei etwa 12 ml. Die Wände der Kieferhöhle sind mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidet.

Die Kieferhöhle bildet verschiedene Buchten aus, die als Recessus bezeichnet werden. Dazu zählen:

Manchmal sind zusätzlich ein Recessus palatinus und ein Recessus frontalis ausgeprägt.

Die Kieferhöhlen grenzen an folgende Strukturen:

Die mediale Wand der Kieferhöhle besteht im Wesentlichen aus Knorpel. Das Ostium naturale für die Drainage ist im oberen Abschnitt der Wand lokalisiert und steht über das Infundibulum ethmoidale bzw. den Hiatus semilunaris mit dem mittleren Nasengang (Meatus nasi medius) der Nasenhöhle in Verbindung. Aufgrund dieser Position des Ostiums kann bei aufrechter Kopfposition kein Schleim ablaufen.

Der Sinus maxillaris wird sensibel von Ästen des Nervus maxillaris innerviert, die er in seinem Verlauf durch den Oberkiefer abgibt.

3 Klinik

Die häufigste Erkrankung der Kieferhöhlen ist die Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris).

Fachgebiete: Kopf und Hals

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