Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Ossifikation

von lateinisch: os - Knochen
Synonyme: Osteogenese, Knochenneubildung, Knochenbildung
Englisch: ossification

1 Definition

Als Ossifikation oder Osteogenese bezeichnet man die Bildung von Knochengewebe.

Das Gegenteil, der Abbau von Knochengewebe, nennt sich Osteolyse.

2 Physiologie

Die Ossifikation ist ein physiologischer Prozess, der vom Organismus zum Wachstum oder zur Regeneration (z.B. nach einer Fraktur) eingesetzt wird.

Neuer Knochen kann sich direkt aus Bindegewebe oder indirekt über Knorpel als Zwischenstufe bilden. Demnach unterscheidet man zwei Formen der Ossifikation:

Sowohl bei der desmalen als auch bei der chondralen Ossifikation entsteht zunächst unreifer Geflechtknochen, bei dem die Kollagenfibrillen der Knochengrundsubstanz noch ungeordnet sind. Der Geflechtknochen - auch Faserknochen genannt - hat aufgrund dieser "anarchischen" Struktur nur eine geringe mechanische Festigkeit. Durch mechanische Beanspruchung des Geflechtknochens kommt es zum Umbau in den strukturierten und daher stabileren Lamellenknochen.

3 Pathophysiologie

Eine Knochenneubildung kann unter bestimmten Bedingungen auch pathologisch im Bindegewebe außerhalb des Skeletts auftreten. In diesem Fall spricht man von heterotoper Ossifikation, wie sie z.B. bei der Myositis ossificans progressiva auftritt.

4 Klinik

Krankheitsbilder durch fehlerhafte Ossifikation (Ossifikationsstörungen) sind die Domäne der Orthopädie. Hierzu zählt zum Beispiel der Morbus Osgood-Schlatter.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

31 Wertungen (3.35 ø)

83.199 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: