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Geflechtknochen

Synonyme: Os membranaceum reticulofibrosum, Faserknochen
Englisch: woven bone

1 Definition

Geflechtknochen ist eine primäre unreife Form des Knochens, bei dem die Kollagenfasern der Knochenmatrix nicht ausgerichtet, sondern kreuz und quer verlaufen, d.h. miteinander verflochten sind.

2 Hintergrund

Geflechtknochen wird im Embryonalstadium gebildet und postnatal größtenteils durch den Lamellenknochen ersetzt. Zeitlebens bleibt er die knöcherne Grundlage des Labyrinths im Ohr. Darüber hinaus kommt er im Meatus acusticus externus und an Ansatzstellen von kräftigen Sehnen vor.

Außerdem bildet sich Geflechtknochen im Rahmen der Neubildung von Knochen, vor allem dann, wenn in kurzer Zeit Knochengewebe neu gebildet wird - zum Beispiel im Rahmen einer Frakturheilung. Aufgrund der unausgerichteten Faserstruktur ist Geflechtknochen nicht sehr belastungsfähig.

siehe auch: Lamellenknochen

Fachgebiete: Histologie

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