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Lamellenknochen

Synonym: Os membranaceum lamellosum
Englisch: lamellar bone

1 Definition

Lamellenknochen ist eine Form des Knochens, bei dem die Kollagenfasern der Knochenmatrix geordnet, d.h. parallel ausgerichtet verlaufen.

2 Hintergrund

Lamellenknochen bildet sich sekundär durch schrittweise Strukturierung aus Geflechtknochen. Die Ausrichtung der Fasern erfolgt durch Umbauprozesse infolge der mechanischen Belastung des Knochens. Aufgrund seiner Faserstruktur ist Lamellenknochen deutlich belastungsfähiger als Geflechtknochen.

3 Histologie

Lamellenknochen ist eine histologische Kategorie und hat nichts mit dem makroskopischen Aspekt des Knochens zu tun. Er findet sich in Form von Knochenlamellen sowohl in der Substantia compacta als auch in der Spongiosa. In der Spongiosa sieht man parallel zur Oberfläche angeordnete Lamellen, in der Kompakta Lamellen, die - organisiert zu so genannten Osteonen - konzentrisch um ein zentrales Blutgefäß angeordnet sind.

Die Lamellenanordnung unterscheidet sich je nach Knochenstruktur und wird in vier verschiedene Typen unterteilt:

  • Generallamellen: Sie umfassen die innere und äußere Zirkumferenz eines Knochenschafts.
  • Lamellen der Spongiosabälkchen: Diese Lamellen folgen flach aufeinander liegend dem Verlauf der Spongiosabälkchen.
  • Konzentrische Lamellen: Hier laufen die Lamellen um einen zentralen Gefäßkanal (Havers-Kanal) und bilden so das Osteon als Grundbaustein der Kompakta.
  • Schaltlamellen: Sie liegen zwischen dem Osteon und der Kompakta.

siehe auch: Geflechtknochen

Fachgebiete: Histologie

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