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Sinus sagittalis superior

von lateinisch: sinus - Bucht, sagitta - Pfeil, superior - höher
Englisch: superior sagittal sinus

1 Definition

Der Sinus sagittalis superior ist ein intraduraler venöser Blutleiter (Sinus durae matris) des Gehirns, der am Oberrand der Fissura longitudinalis cerebri verläuft.

2 Anatomie

Die anatomische Begrenzung des Sinus sagittalis superior bildet die Dura mater (Dach) und die seitwärts des Sinus in die Tiefe des Interhemisphärenspaltes einstrahlenden Blätter der Falx cerebri (Wände, Boden). Innerhalb des knöchernen Schädeldaches (Calvaria) bildet der Sinus sagittalis superior den median verlaufenden Sulcus sinus sagittalis superioris.

3 Funktion

Der Sinus sagittalis superior entleert die oberflächlichen Venen des Gehirns (Venae superiores cerebri), die über intradural verlaufende Brückenvenen mit dem großen Blutleiter verbunden sind. Sein Drainagegebiet umfasst im Wesentlichen den oberen Teil der medialen und lateralen Hirnrinde des Frontal-, Parietal- und Okzipitallappens. Über die Vena anastomotica superior (Trolard-Vene) steht der Sinus sagittalis superior mit der Vena media superficialis cerebri in Verbindung.

Der venöse Abfluss erfolgt über den Confluens sinuum via Sinus transversus und Sinus sigmoideus in die Vena jugularis interna.

Über einstrahlende Arachnoidealzotten (Pacchioni-Granulationen) ist der Sinus sagittalis superior zudem an der Liquorresorption beteiligt.

4 Klinik

Abflusstörungen im Bereich des Sinus sagittalis in Folge

können Hirnschwellungen und stauungsbedingte Blutungen mit entsprechenden zentralnervösen Ausfällen verursachen.

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Fachgebiete: Anatomie

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