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Stentimplantation

Englisch: stent implantation

1 Definition

Unter einer Stentimplantation versteht man das Einbringen und Entfalten eines Stents mit Hilfe eines Ballonkatheters. Die Prozedur kann z.B. in den Koronararterien (Herzkranzgefäßen), in der Aorta (Hauptschlagader), in hirnversorgenden Arterien oder anderen peripheren arteriellen Blutgefäßen erfolgen.

2 Durchführung

Der Einsatz von Stents in den Herzkranzgefäßen erfolgt im Herzkatheterlabor. Während des Eingriffs wird das Gefäß mit Hilfe eines Ballonkatheters an der verengten Stelle aufgedehnt, so dass die Verengung beseitigt wird. Der auf den Ballon montierte Stent wird durch den Katheter in das Gefäß eingeführt und zu der verengten Stelle vorgeschoben. Mit Hilfe des Ballonkatheters wird der Stent so weit aufgedehnt, dass er eng an der Gefäßwand liegt und diese stützt. Abschließend wird der Ballon abgelassen und zusammen mit dem Katheter zurückgezogen. Der Stent verbleibt dauerhaft an Ort und Stelle, um das Gefäß offen zu halten.

3 Nachsorge

Nach der Stentimplantation ist eine duale Thrombozytenaggregationshemmung (z.B. ASS und Clopidogrel) notwendig. Ihr zeitlicher Umfang orientiert sich nach den Umständen der Implantation. Wurde der Stent nach einem akuten Koronarsyndrom (ACS) bzw. einem Herzinfarkt eingesetzt, läuft sie über 12 Monate, beim Stenting im Rahmen eines chronischen Koronarsyndroms (CCS) über 6 Monate.

Fachgebiete: Innere Medizin, Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. November 2020 um 17:05 Uhr bearbeitet.

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