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Hand-Fuß-Mundkrankheit

(Weitergeleitet von Hand-Fuß-Mund-Krankheit)

Synonym: Hand-Fuß-Mund-Exanthem

1 Definition

Die Hand-Fuß-Mundkrankheit ist eine durch Coxsackie-Viren ausgelöste Viruserkrankung, die überwiegend bei Kleinkindern auftritt.

2 Übertragung

Eine Übertragung des Erregers erfolgt von Mensch zu Mensch. Gängig ist der fäkal-orale Infektionsweg oder der Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Speichel. In den ersten Tagen der Infektion werden Viren auch aus Bläschen der Mundschleimhaut über Aerosole beim Husten des Erkrankten ausgeschieden. Die Erreger dringen über die Mundschleimhaut oder den Dünndarm in den Wirt ein und gelangen über die regionalen Lymphknoten nach etwa drei Tagen in die Blutbahn Virämie. Weiterhin ist auch eine indirekte Übertragung über mit Speichel oder Stuhl kontaminierte Oberflächen möglich. Auch asymptomatisch Erkrankte können Viren weiterverbreiten.

3 Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 6 Tagen stellen sich die bereits aus dem Namen lesbaren, typischen Symptome ein:

Die Symptome verschwinden normalerweise nach einem Krankheitsverlauf von 7-10 Tagen.

4 Diagnose

Die Diagnose wird aufgrund des typischen klinischen Bildes gestellt. Ggf. kann ein Virusnachweis aus dem Bläscheninhalt oder aus frischen Stuhlproben erfolgen.

5 Differentialdiagnose

Bei der Differentialdiagnose sollten folgende Erkrankungen in Betracht gezogen werden:

6 Therapie

Die Therapie ist rein symptomatisch. Da die Kinder wegen der Schmerzen im Mundbereich weniger Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen, sollte darauf geachtet werden, dass sie ausreichend essen und trinken. Säurehaltige Fruchtsäfte sollten jedoch vermieden werden, da sie an den Ulzera brennen. Weitere Massnahmen sind:

Die Hautveränderungen an den Füßen und Händen können mit einer Glukokortikoid-Creme (z.B. Triamcinolon-Creme) und mit antiseptischen Umschlägen (z.B. Chinolinol-Lösung) behandelt werden. Bei Beschwerdepersistenz können systemische Glukokortikoide verabreicht werden.

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