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Lymphknoten

Synonyme: Nodus lymphoideus, Nodus lymphaticus, Lymphonodus
Englisch: lymph node

1 Definition

Die Lymphknoten sind sekundäre lymphatische Organe und gehören zum lymphatischen System des Körpers.

2 Terminologie

Als lateinische Bezeichnung für Lymphknoten dient nach neuerer Nomenklatur der Begriff "Nodus lymphoideus". Dieser Terminus hat sich im allgemeinen medizinischen Sprachgebrauch jedoch noch nicht gegenüber dem älteren "Nodus lymphaticus" durchsetzen können. Als weiteres Synonym wird die Bezeichnung "Lymphonodus" (Plural "Lymphonodi" bzw. "Lnn.") verwendet.

3 Anatomie

Bei den Lymphknoten handelt es sich um rundliche bis ovale, spindel- oder bohnenförmige Gebilde von etwa 2-20 mm Durchmesser. Sie sind meistens in Fett- oder Bindegewebe eingelagert. Sie kommen einzeln, in Gruppen oder als Knotenketten entlang der Lymphgefäße vor.

Ein Lymphknoten wird von mehreren zuführenden Lymphbahnen (Vasa afferentia) mit Lymphe gespeist. Die Lymphflüssigkeit wird im Knoten "gefiltert" und verlässt ihn durch ein oder mehrere abführende Lymphgefäße (Vasa efferentia) wieder. Von der bindegewebigen Kapsel wandern Trabekel ins innere lymphoretikuläre Gewebe. Das lymphoretikuläre Gewebe ist in 3 Schichten eingeteilt: Cortex, Paracortex und Medulla. In den Follikeln des Cortex vermehren sich und reifen die B-Lymphozyten. Im Paracortex vermehren sich die T-Lymphozyten.

3.1 Wichtige Lymphknotenregionen

Die Lymphknoten werden nach den verschiedenen Körperregionen benannt, in denen sie vorkommen. Wichtige Lymphknotenregionen sind:

4 Funktion

Die Lymphknoten sind Teil des menschlichen Immunsystems und übernehmen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Infektionen.

Da Lymphknoten jeweils eine bestimmte anatomische Region bedienen, werden sie in Bezug auf diese Region auch regionäre Lymphknoten genannt. Das Gewebeareal, dessen Lymphe einen bestimmten, regionären Lymphknoten durchfließt, heißt "Einzugsgebiet" oder "tributäres Gebiet".

"Lymph nodes are like Rick’s Café in Casablanca. Good guys, bad guys, reporters and soldiers, macrophages, dendritic cells, T and B cells, and even diseased cells, everyone goes to Rick’s."

5 Diagnostik

Die Untersuchung der Lymphknoten ist ein wichtiger Teil der klinischen Diagnostik. Oberflächlich gelegene Lymphknoten kann man im Rahmen der körperlichen Untersuchung mit den Fingern palpieren. Damit lassen sich Lymphknotenschwellungen feststellen. Tiefer gelegene Lymphknoten stellt man mithilfe bildgebender Verfahren (Sonografie, CT, MRT) dar. Spezielle Verfahren wie die Lymphografie oder Lymphknotenszintigrafie ermöglichen zusätzliche Aussagen über Funktion, Lokalisation und das tributäre Gebiet von Lymphknoten.

Bei der Lymphknotensonografie wird u.a. die Größe, Form, Binnenstruktur, Kontur und Abgrenzbarkeit von Lymphknoten untersucht. Bei Entzündungen oder malignen Veränderungen weisen sie charakteristische Veränderungen auf.

Verdächtige Befunde in der Blidgebung werden durch eine Lymphknotenbiopsie mit anschließender histopathologischer Untersuchung abgeklärt. Bei bestimmten Tumorformen ist die so genannte Sentinel-Lymphknotenbiopsie (SNLB) Teil der Routinediagnostik.

6 Pathologie

Eine nicht näher charakterisierte Erkrankung der Lymphknoten nennt man Lymphadenopathie. Die häufigste Form der Lymphadenopathie ist die Lymphadenitis, die Entzündung eines Lymphknotens. Im Rahmen maligner Erkrankungen kommt es zur Bildung von Lymphknotenmetastasen oder Lymphomen.

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