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Virämie

Englsich: vir(a)emia

1 Definition

Als Virämie bezeichnet man das (massive) Auftreten von Viren im Blut.

2 Hintergrund

Eine Virämie tritt im Verlauf fast aller Virusinfektionen auf. Ihr geht in der Regel die massive Zerstörung von Wirtszellen voraus, in denen sich die Viren vermehrt haben. Klinisch macht sich eine Virämie meist durch Fieber und Schüttelfrost bemerkbar.

3 Einteilung

3.1 ...nach Ausgangspunkt

  • Primäre Virämie: Virämie, die vom ersten Infektionsort ausgeht.
  • Sekundäre Virämie: Virämie, die nach einer primären Virämie von sekundär infizierten Geweben ausgeht. Sie ist normalerweise ausgeprägter als die primäre Virämie. Ein Beispiel ist die Infektion mit dem Rabiesvirus. Zunächst wird nach dem Biss das Muskelgewebe infiziert. Nach einer meist asymptomatischen primären Virämie befällt das Virus das ZNS und eine sekundäre Virämie entsteht. Zu diesem Zeitpunkt ist eine postexpositionelle Impfung sinnlos, da das Virus sich bereits zu stark ausgebreitet hat.

3.2 ...nach Modus

  • Aktive Virämie: Virämie, bei der Viren im Rahmen der Replikation von infizierten Zellen aktiv in das Blut abgegeben werden
  • Passive Virämie: Virämie durch Vektoren oder Bluttransfusionen

siehe auch: Fungämie, Bakteriämie, Parasitämie

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Fachgebiete: Virologie

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