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Chrom

Englisch: chrome

1 Definition

Chrom ist ein weiß-bläuliches Schwermetall, das zuerst im Jahre 1797 von dem französischen Chemiker Louis Nicolas Vauquelin entdeckt wurde. Je nach Bodenart kommt es in einer Konzentration von 10-90 mg/kg Erde vor. In der Industrie wird es vorallem für Legierungen und Farbstoffe verwendet.

2 Bedeutung für den Körper

Chrom ist ein essentielles Spurenelement. Das bedeutet der Körper kann es nicht selbst herstellen (= essentiell) und muss es daher mit der Nahrung in kleinsten Mengen (= Spurenelement) aufnehmen. Der Bedarf eines Erwachsenene liegt bei unter 1mg pro Tag. Chrom ist von besonderer Bedeutung für den Kohlenhydratstoffwechsel und ist für die ausreichende Freisetzung von Insulin mitverantwortlich. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle für die Funktion der Schilddrüse und die Synthese von Proteinen.

Die biologische Bedeutung von Chrom wird allerdings kontrovers diskutiert. Je nach Literatur gibt es auch Quellen, nach denen Chrom kein essentielles Element ist.

3 Chrommangel

Da Chrom in vielen verschiedenen Lebensmitteln vorkommt, kann unter normalen Umständen eigentlich nie ein Chrommangel auftreten. Er kann jedoch bei künstlicher Ernährung auftreten, was sich durch ähnliche Symptome wie beim Diabetes mellitus äußern kann. Dazu gehören:

4 Vergiftung

Durch die Nahrungsaufnahme ist eine Chromvergiftung eher unwahrscheinlich. Betroffen sind Personen, die beruflich Chrom zum Beispiel in Form von Staub, stark ausgesetzt sind. Giftig für den Menschen ist hierbei vorallem das sechswertige Chrom(VI).

4.1 akute Vergiftung

Wird eine hohe Dosis an Chrom inhaliert, so kann es zu Nasenbluten, Bronchitis, Asthma oder einer Pneumokoniose kommen. Wird das Chrom oral aufgenommen, so kann es zu Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, Erbrechen und Durchfall kommen. Im schlimmsten Falle kann dies zu einem Schock oder sogar zum Tod führen.

4.2 chronische Vergiftung

Eine chronische Vergiftung tritt dann auf, wenn ein Patient über einen längeren Zeitraum einer hohen Dosis sechswertigem Chrom ausgesetzt gewesen ist. Hier kann es zu Bindehautentzündungen, Gastritis, Magengeschwüren, Allergien, Ekzemen oder einem Bronchialkarzinom kommen.

4.3 Therapie

Bei einer akuten Vergiftung hängt die Therapie von der Art der Vergiftung ab. Bei Hautkontakt sollte die betroffene Stelle gut mit Wasser abgespült werden und anschließend eine CaNa2-EDTA-Lösung in Polyglykol aufgetragen werden. Bei der oralen Vergiftung sollte erst ein Erbrechen ausgelöst werden und anschließend viel getrunken werden, um die Chromkonzentration im Körper zu verringern. Außerdem kann Vitamin C gegeben werden, da dieses das sechswertige Chrom zum dreiwertigen Chrom reduziert.

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