Rachenschleimhaut
Englisch: pharyngeal mucosa
Definition
Die Rachenschleimhaut ist eine epitheliale Gewebeschicht, die den Rachen (Pharynx) auskleidet.
Histologie
Im Rachen kreuzen sich die Atemwege mit den Speisewegen. Seine drei Etagen weisen daher eine unterschiedlliche gewebliche Auskleidung auf.
Epipharynx
Der Epipharynx ist mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidet. Seine Schleimhaut enthält lymphatisches Gewebe und steht mit der Nasenhöhle in Verbindung.
Mesopharynx und Hypopharynx
Die Schleimhaut des Mesopharynx und Hypopharynx besteht aus einem mehrschichtigen, unverhornten Plattenepithel. Unterhalb des Epithels befindet sich eine Muskelschicht (Tunica muscularis).
Klinik
Veränderungen der Rachenschleimhaut treten bei zahlreichen Erkrankungen des Pharynx auf. Eine Entzündung (Pharyngitis) äußert sich häufig durch Halsschmerzen, Dysphagie, Globusgefühl oder Odynophagie. Klinisch kann die Schleimhaut gerötet (Hyperämie), geschwollen (Ödem), trocken oder vermehrt schleimbelegt erscheinen. Eine chronische Entzündung führt zu hyperplastischen (Pharyngitis chronica hyperplastica) oder atrophischen Veränderungen. Auslöser sind Mikroorganismen oder Noxen (z.B. Magensäure bei DGERD).
Ein sehr häufiges akutes Krankheitsbild ist die Streptokokkenangina.