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Antibiotikum

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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von griechisch: αντί - gegen, βίος - Leben
Englisch: antibiotic

1. Definition [bearbeiten]

Antibiotika sind Substanzen, die einen so starken hemmenden Einfluss auf die Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen haben, dass sie eine Vermehrung bzw. ein Weiterleben dieser Mikroorganismen unterbinden.

Antibiotika werden in erster Linie zur lokalen oder systemischen Therapie von Infektionskrankheiten eingesetzt. Einige Substanzklassen kommen auch als Immunsuppressiva oder Zytostatika zum Einsatz.

2. Herkunft [bearbeiten]

Antibiotika werden als natürliche Stoffwechselprodukte von Bakterien, Pilzen und höheren Organismen (Pflanzen, Amphibien) gebildet, zum Beispiel als Abwehrmaßnahme gegen eine Infektion, oder um sich Selektionsvorteile im Ressourcenwettbewerb zu verschaffen. Zur Arzneimitteltherapie verwendet man Substanzen, die entweder vollsynthetisch, teilsynthetisch oder biotechnologisch gewonnen werden.

3. Einteilung... [bearbeiten]

Antibiotika lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten unterteilen:

3.1. ...nach chemischer Struktur [bearbeiten]

3.2. ...nach Wirksamkeit [bearbeiten]

Bakteriostatische Antibiotika hemmen das Wachstum bzw. die Vermehrung von Bakterien, können den Erreger aber nicht abtöten.

Bakterizide Antibiotika hemmen nicht nur das Wachstum, sondern töten die Erreger ab. Hierbei werden wiederum primär bakterizide Antibiotika von sekundär bakteriziden Antibiotika unterschieden.

  • Primär bakterizide Antibiotika sind auch gegen nicht proliferierende Bakterien wirksam
  • Sekundär bakteriziden Antibiotika sind nur gegen proliferierende Bakterien wirksam

3.3. ... nach Wirkort bzw. Mechanismus [bearbeiten]

Die Antibiotika können nach ihrem Wirkort in folgende Gruppen eingeteilt werden:

3.4. Antituberkulotika [bearbeiten]

Die chemisch unterschiedlich zusammengesetzten Antibiotika zur Behandlung der Tuberkulose werden auch zur Gruppe der Antituberkulotika zusammengefasst.

4. Historisches zum Begriff [bearbeiten]

Der Begriff "Antibiotikum" hat seit der Einführung zahlreiche Bedeutungsänderungen erfahren. Ursprünglich wurde er nur für niedermolekulare Substanzen verwendet, die von Mikroorganismen selbst synthetisiert wurden. Heute umfasst er im weiteren Sinne alle Substanzen, die gegen Mikroorganismen jedweder Form (Bakterien, Viren und Pilze) wirksam sind, unabhängig davon, ob sie hoch- oder niedermolekular, oder natürlicher oder synthetischer Herkunft sind. Abweichend davon sind im klinischen Gebrauch mit "Antibiotika" häufig nur Wirkstoffe gemeint, die gegen Bakterien aktiv sind.

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