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Myopathie

von altgriechisch: mys - Muskel; pathos - Leiden
Englisch: myopathie

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Unter dem Begriff Myopathie werden alle Eigenerkrankungen der Muskeln zusammengefasst, die keine neuronalen Ursachen haben. Myopathien zeichnen sich immer durch eine Schwäche des betroffenen Muskels aus.

2 Beschreibung

Myopathien sind Krankheiten mit strukturellen Veränderungen oder funktionellen Beeinträchtigungen der betroffenen Muskeln. Meist handelt es sich hierbei um quergestreifte Skelettmuskulatur. Myopathien sind eher selten und zeichnen sich meist durch einen milden Verlauf aus und viele sind sogar nur vorrübergehend. Nur einige wenige Myopathien, wie die Muskeldystrophie, haben einen heftigen Verlauf.

Myopathien werden in vier Kategorien eingeteilt:
- Primäre Myopathien
- Myopathien bei anderen Grunderkrankungen
- entzündliche Myopathien
- sonstige Myopathien

3 Primäre Myopathien

Alle Erkrankungen, die primär auf eine Erkrankung der Muskulatur zurückzuführen sind, werden als primäre Myopathien bezeichnet. Dazu gehören:

  • Muskeldystrophien sind genetisch bedingte Muskelerkrankungen, die sich alle durch eine progressive Schwächung und Degenerierung der Muskeln auszeichnen. Die beiden wichtigsten Dystrophien sind die vom Typ Duchenne und vom Typ Becker-Kiener.
  • mitochondrale Myopathien zeichnen sich durch eine Fehlfunktion der Mitochondrien aus. Diese sind für die Energieversorgung der Zellen zuständig. Ist ihre Funktion gestört, dann werden die Zellen, in diesem Fall die Muskelzellen, nicht ausreichend mit Energie versorgt und können in Folge dessen nicht richtig arbeiten.
  • kongenitale Myopathien sind schon bei der Geburt vorhanden oder treten in den ersten Lebensmonaten auf. Sie werden durch eine Mutation in den Genen verursacht, die für die Entwicklung der Muskulatur zuständig sind. Häufig können betroffene Kinder keine Muskelbewegungen gegen die Schwerkraft tätigen.
  • myotone Syndrome sind hereditär und werden auch Myotonie genannt. Sie zeichnen sich durch krankhaft verlängerte Anspannungsphasen der Muskeln aus.

4 Myopathien bei anderen Grunderkrankungen

Myopathien können auch eine Folge von anderen Erkrankungen sein. Dazu gehören verschiedene Stoffwechselerkrankungen oder endokrine Erkrankungen, wie die Hyperthyreose. Aber auch in Folge von Mangelernährung und Unterversorgung des Körpers können Myopathien auftreten.

5 Entzündliche Myopathien

Entzündlichen Myopathien zeichnen sich durch eine Entzündung im Muskelgewebe und eine daraus folgende Degeneration aus. Sie werden zu den Autoimmunerkrankungen gezählt, da der Körper die eigenen Muskelfasern als Fremdkörper ansieht und sie durch das Immunsystem zerstören lässt. In wenigen Fällen können entzündliche Myopathien auch durch Erreger ausgelöst werden.


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6 Sonstige Myopathien

Zu den sonstigen Myopathien werden alle Myopathien gezählt, die durch exogene Stoffe induziert werden. Das können einige Medikamente sein, aber auch verschiedene Drogen oder Alkohol.

7 Diagnose

Zur Diagnose von Myopathien werden hauptsächlich zwei Verfahren eingesetzt: Die Elektromyographie (EMG) und die Muskelbiopsie.

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Melanie Pesch schreibt seit dem 25.04.2007 im Flexikon, hat bereits 78 neue Artikel publiziert und 137 Artikeldetails verbessert.

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