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Mykoplasmen

Synonym: Mycoplasmen, Mycoplasma

1 Definition

Mykoplasmen sind eine Gattung von zellwandlosen Bakterien. Sie gehören zusammen mit den Ureaplasmen zur Familie der Mycoplasmataceae.

2 Eigenschaften

Mykoplasmen sind die kleinsten, zur selbstständigen Vermehrung fähigen Bakterien. Auffälligstes Merkmal ist die fehlende Zellwand. Mykoplasmen sind 0.3 - 2 &mikro;m groß und besitzen ein sehr kleines Genom (weniger als 600 kbp). Viele der Stoffwechselreaktionen anderer Bakterien können von Mykoplasmen ebenfalls nicht durchgeführt werden. Mykoplasmen sind ferner fakultativ anaerob, bilden keine Sporen und besitzen keine Kapsel.

Im menschlichen Körper überleben Mykoplasmen parasitär auf der Oberfläche von Epithelzellen. Von ihnen beziehen sie essentielle Wachstumsfaktoren wie Cholesterin, Nukleotide, Aminosäuren und Fettsäuren.

3 Rolle als Krankheitserreger

Medizinisch relevante Arten der Mykoplasmen sind Mycoplasma pneumoniae und Mycoplasma hominis.

Mycoplasma pneumoniae verursacht in der Regel Atemwegserkrankungen. Er ist ein Erreger der atypischen Pneumonie und finden sich gelegentlich auch als Erreger bei einer Pleuritis und Otitis media. Mycoplasma hominis ist ein möglicher Erreger der Vaginitis, Vulvovaginitis, Zervizitis und Prostatitis.

4 Therapeutische Besonderheiten

Durch die fehlende Zellwand können Penicilline und Cephalosporine bei Mykoplasmen nicht wirksam werden. Wirksam sind beispielsweise Tetrazykline, Makrolide oder Chinolone.

Fachgebiete: Bakteriologie

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