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Isoniazid

Synonym: Isonicotinsäurehydrazid (INH)
Handelsnamen: Isozid®, Tebesium®
Englisch: isoniazid

1 Definition

Isoniazid ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tuberkulostatika und wird zur Behandlung von Tuberkulose und zur Prävention bei infizierten, aber noch nicht erkrankten Personen angewendet.

2 Chemie

Isoniazid hat die Summenformel C6H7N3O und eine molare Masse von 137,14 g·mol−1.

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3 Wirkmechanismus

Isoniazid wird von der Bakterienzelle aufgenommen und in ihrem Inneren zu Isonicotinsäure umgewandelt und anstelle der Nicotinsäure in NAD eingebaut. NAD spielt eine wichtige Rolle als Coenzym in diversen Stoffwechselreaktionen. Diese Funktion kann nun nicht mehr wahrgenommen werden und die Synthese von Nukleinsäuren und Mykolsäure kann nicht mehr normal ablaufen. Mykolsäure ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Zellwand, die die hohe Widerstandsfähigkeit des Bakteriums ausmacht. Mittlerweile haben sich viele bakterielle Resistenzen gebildet, welche die Wirkung von Isoniazid und anderen Tuberkulostatika stark negativ beeinflussen.

4 Indikationen

5 Nebenwirkungen

Durch die Einnahme von Isoniazid kann es zu einem Mangel an Vitamin B6 kommen, was eine Polyneuritis auslösen kann. Zur Vermeidung dieser Schäden kann ein Vitamin B6-Präparat verabreicht werden.

6 Wechselwirkungen

7 Kontraindikation

Bei Erkrankungen der Leber, so zum Beispiel bei einer akuten Hepatitis oder einer Leberinsuffizienz, sollte eine Einnahme vermieden werden. Bei Alkoholabusus und Diabetes mellitus ist eine Einnahme nicht empfehlenswert.

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