Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Eosinophilie

von griechisch: philia - Liebe
Englisch: eosinophilia

1 Definition

Der Begriff Eosinophilie kann unterschiedliche Bedeutungen haben.

1.1 Chemie

Eosinophilie beschreibt in der Chemie die Eigenschaft von Substanzen, die aufgrund ihrer gegenüber Säuren basisch reagierenden funktionellen Gruppen oder ionischen Eigenschaften mit diesen eine Säure-Base-Reaktion eingehen.

1.2 Histologie

In der Histologie dient der Begriff zur Bezeichnung von Gewebe- bzw. Zellstrukturen, die durch saure Farbstoffe anfärbbar sind (beispielsweise durch Eosin). Hier ist eosinophil mit azidophil gleichzusetzen.

1.3 Hämatologie

Synonym: eosinophile Granulozytose

In der Hämatologie bezeichnet man eine Vermehrung der eosinophilen Granulozyten in peripheren Blut als Eosinophilie. Sie ist eine Form der Granulozytose.

Eine sehr ausgeprägte Form der Eosinophilie wird als Hypereosinophilie bezeichnet. Das Gegenteil der Eosinophilie ist die Eosinopenie.

ICD10-Code: D72.1

Im folgenden wird nur der hämatologische Aspekt weiter besprochen.

2 Ursachen

Eine Eosinophilie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben und ist häufig mit einer Basophilie vergesellschaftet. Dazu zählen unter anderem:

Darüber hinaus sieht man bei vielen Infektionskrankheiten eine Eosinophilie als Zeichen der beginnenden Rekonvaleszenz ("Morgenröte der Genesung") oder krankheitsbegleitend bei Lepra, Gonorrhoe und Amöbenruhr. Auch in der Inkubationszeit einiger Infektionskrankheiten (z.B. Scharlach, Masern oder Erythema infectiosum) kann eine Eosinophilie auftauchen.

3 Referenzbereich

Der Referenzbereich für eosinophile Granulozyten bei Erwachsenen liegt ungefähr zwischen 0,05 und 0,25 (0,4) G/l, entsprechend 50 bis 250 (400) Zellen pro µl. Ausschlaggebend ist der vom Labor angegebene Referenzwert. Damit stellen eosinophile Granulozyten im normalen Blutbild etwa 1-4% der Leukozyten.

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