Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Molekülmasse

(Weitergeleitet von Molare Masse)

Synonyme: Molekülgewicht, Molekulargewicht, Molekularmasse, molare Masse, Molmasse
Abkürzung: MG

1 Definition

Die Molekülmasse bzw. das Molekulargewicht ist die Summe der Massen aller Atome eines Moleküls. Sie wird üblicherweise in Dalton angegeben; höhermolekulare Substanzen werden nach ihrer Sedimentation im genormten Schwerefeld auch in Svedberg gemessen.

2 Hintergrund

Jedes Molekül hat eine definierte Molekülmasse, die sich durch Addition der bekannten Atommassen ergibt. Diese Zahlenwerte können dem Periodensystem entnommen werden. Die Atommasse ist keine absolute, sondern eine relative Angabe. Die Masseneinheit "1" entspricht 1/12 der Masse des Kohlenstoffisotops 12C. Die Zahlenwerte sind als Verhältniszahlen dimensionslos (relative Molekülmasse Mr).

Das leichteste Molekül ist das H2-Molkül. Moleküle, die Massen bis zu 2.000 aufweisen, bezeichnet man als niedermolekular, Massen ab 5.000 als hochmolekular bzw. makromolekular. Zu den Makromolekülen gehören zim Beispiel hochmolekulare Biomoleküle wie Enzyme und Nukleinsäuren. Man findet auch sehr große Nukleinsäure-Moleküle mit Massen von 106-107 in den menschlichen Chromosomen.

Die relative Molekülmasse Mr ist dimensionslos.
Die molare Masse Mm (Molmasse) wird mit der Einheit g/mol angegeben.

In der gängigen Verwendung wird die relative Molekülmasse Mr häufig unkorrekt als "Molekulargewicht" bezeichnet. Mit der molaren Masse Mm eines Stoffes meint man eigentlich seine Masse pro Mol. Sie trägt daher die Einheit g · mol-1 (g/mol). Vereinfacht wird die molare Masse auch als Molekülmasse oder nur als Molmasse bezeichnet. Natürlich stimmt ihr Zahlenwert bei einem gegebenen Molekül mit der relativen Molekülmasse Mr überein. Dimensionslose Größen führen oft in einem Text zu Missverständnissen, weshalb hier häufig die molare Masse Mm (g/mol) verwendet wird. In der Biochemie wird die Molekülmasse gemeinsam in der Einheit Dalton (Da) angeben.

Auch bei Salzen arbeitet man mit der Stoffmenge n (mol), obwohl hier keine definierten Moleküle vorliegen, für die man eine Molekülmasse angeben könnte. Deshalb greift man hier auf die Formelmasse des Salzes zurück, die sich aus den Formeln (z.B. NaCl, MgCl2, FeSO4) ergibt. Dabei wird ebenfalls die Einheit g/mol verwendet.

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