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Ethambutol

Handelsnamen: Myambutol®, EMB-Fatol®
Englisch: ethambutol

1 Definition

Ethambutol, kurz EMB, ist ein hochspezialisiertes Antibiotikum aus der Gruppe der Tuberkulostatika. Da es relativ wenig Nebenwirkungen hat und auch gegen Mykobakterien wirkt, die gegen andere Wirkstoffe Resistenzen ausgebildet haben, wird es recht häufig in der Behandlung der Tuberkulose eingesetzt.

2 Chemie

Ethambutol hat die Summenformel C10H24N2O2 und eine molare Masse von 204,31 g·mol−1.

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3 Wirkmechanismus

Ethambutol wird von der Bakterienzelle aufgenommen und hemmt dort die Synthese der Nukleinsäuren und somit auch die Zellteilung. So wird der Stoffwechsel und die Vermehrung des Bakteriums gehemmt. Allerdings können so nur die wachsenden Bakterien angegriffen werden. Die Wirkung ist bakteriostatisch, ruhende Sporen sind nicht betroffen.

4 Pharmakokinetik

Ethambutol hat bei oraler Gabe eine Bioverfügbarkeit von etwa 80%. Die maximale Serumkonzentration wird etwa 2–4 Stunden nach Einnahme erreicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal, zum kleineren Teil biliär.

5 Nebenwirkungen

6 Kontraindikation

Die Einnahme von Ethambutol kann auf den Nervus opticus toxisch wirken, so dass es zu Sehstörungen kommen kann. Daher ist eine Behandlung mit Ethambutol bei vorliegender Augenerkrankung absolut kontraindiziert.

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