Cefaclor
Handelsnamen: Cefaclor-CT u.a.
Synonyme: Cefaclorum u.a.
Englisch: Cefaclor
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1 Definition [bearbeiten]
Cefaclor ist ein bakterizid wirkendes Cephalosporin der 2. Generation und wird im Rahmen der Therapie von akuten und chronischen bakteriellen Infektionen verabreicht.
2 Indikationen [bearbeiten]
Indikationen stellen Infektionen der oberen und unteren Atemwege und Hals-Nasen-Ohren-Infektionen wie Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis und Otitis media dar. Darüber hinaus ist das Arzneimittel bei folgenden bakteriellen Infektionskrankheiten indiziert:
- Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung, Niereninfektion
- Hautinfektionen, Weichteilgewebsentzündungen
- Gonorrhoe
3 Anwendungsformen [bearbeiten]
Das Arzneimittel wird als Hartkapsel, Brausetablette, Trockensaft, Pulver bzw. Granulat zur Herstellung einer Suspension verwendet.
4 Pharmakokinetik [bearbeiten]
Cefaclor wird unabhängig von der Nahrungsaufnahme gut resorbiert und zeichnet sich so durch eine hohe Bioverfügbarkeit aus. Der Wirkstoff wird zu 15 bis 40% metabolisiert. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich 50 Minuten. Der Arzneistoff wird renal eliminiert.
5 Wirkmechanismus [bearbeiten]
Die bakterizide Wirkung von Cefaclor beruht auf der Störung der Zellwandsynthese der grampositiven und gramnegativen Bakterien. Cefaclor besitzt eine weit gehende Stabilität gegenüber Penicillinasen grampositiver Bakterien. Die Stabilität gegenüber Plasmid-codierten Betalaktamasen, sowie Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (ESBL) ist jedoch gering.
6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen [bearbeiten]
- Überempfindlichkeit: Fieber, anaphylaktischer Schock, Schwellungen, Angioödeme, Urtikaria
- Hautreaktionen: Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom
- Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung, Hepatitis
- hämolytische Anämie, Leukopenie, Eosinophilie, Thrombozytopenie, Agranulozytose
- Störungen des Gastrointestinaltrakts: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit
7 Kontraindikationen [bearbeiten]
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder anderen Antibiotika
- Einsatz bei Frühgeborenen (unzureichende Erfahrung)
- Penicillinüberempfindlichkeit (Kreuzallergie möglich)
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Tags: Antibiotikum
Fachgebiete: Arzneimittel
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