Vom 23. bis 31. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist wahr: Wir sind an den Strand gefahren und machen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 23. bis 31. Juli 2016 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 01. August kann wieder mit voller Kraft geschrieben werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn Ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Statin

Synonym: CSE-Hemmer, HMG-CoA-Reduktasehemmer
Englisch: statin, HMG-CoA reductase inhibitor

1 Definition

Als Statine bezeichnet man eine Gruppe von Medikamenten, welche über eine Hemmung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase eine Senkung der Serumkonzentration von Cholesterin führen.

Statine ist auch eine alternative Bezeichnung für die Inhibiting-Hormone des Hypothalamus.

2 Wirkungsmechanismus

Ein entscheidender Schritt in der endogenen Synthese des Cholesterins ist die Überführung des HMG-CoA in Mevalonsäure. Diese Reaktion wird vornehmlich in den Hepatozyten durch die HMG-CoA-Reduktase katalysiert.

Statine hemmen die Aktivität der HMG-CoA-Reduktase. Dadurch exprimieren die Hepatozyten vermehrt LDL-Rezeptoren, sodass mehr LDL-Cholesterin in die Zellen aufgenommen wird. Neben einer direkten Hemmung der Biosynthese des Cholesterins erfolgt also indirekt eine Verschiebung des Cholesterins aus dem Blut in die Zellen.

3 Wirkungen

Durch eine Statintherapie kann die LDL-Konzentration um bis zu 40% gesenkt werden. Gleichzeitig kommt es regelhaft zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins und einer Abnahme der Serumkonzentration von Triglyceriden.

Weiterhin werden den Statinen therapeutisch relevante indirekte Wirkungen (sog. pleiotrope Effekte) zugesprochen:

4 Substanzen

Wirkstoffe aus der Gruppe der Statine sind unter anderem:

5 Gruppenspezifische Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen sind neben den häufigen Kopfschmerzen vor allem Myopathien bis hin zur Rhabdomyolyse und Leberfunktionsstörungen zu erwähnen. Eine Rhabdomyolyse ist insbesondere bei einer Kombinationstherapie mit Fibraten, Nicotinsäure-Derivaten und Cyclosporin A zu beobachten. Weiterhin können bei einer Langzeittherapie mit Statinen Trübungen der Augenlinse (Katarakt) auftreten.

Es ist daher ratsam unter der Therapie regelmäßige Kontrollen der Leberfunktion (Transaminasen) und der CK (Myopathie) vorzunehmen. Zusätzlich sollten regelmäßige Untersuchungen durch den Augenarzt vorgenommen werden.

Eine Erhöhung der CK um das Dreifache sollte Anlass zum Absetzen der Statine sein, ebenso Transaminasenerhöhungen. Ein Katarakt kann bei Kontrolluntersuchungen frühzeitig erkannt werden. Bei guter Behandelbarkeit dieser Nebenwirkung ist das Absetzen einer Statintherapie abzuwägen. Der Benefit übertrifft in diesem Punkt den Nachteil bei weitem.

6 Kontraindikationen

Kontraindikationen für eine Behandlung mit Statinen sind:

  • Muskelerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegenüber diesen Medikamenten.

7 Indikationen

Primäre Indikation der Statine ist die Senkung des LDL-Cholesterins. Darüber hinaus werden Statine auch zur Primärprävention eines Infarktes bei einem Diabetes mellitus Typ 2 oder zur Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt eingesetzt, um das LDL auf Werte unter 100 mg/dl oder bei Hochrisikokonstellation gar unter 70 mg/dl zu bringen.

Hierbei spielen auch die pleiotropen Effekte der Statine eine besondere Rolle, die zu einer Plaquestabilisierung führen sollen.

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