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Lymphatische Filariose

1 Definition

Unter der lymphatischen Filariose, kurz LF, versteht man eine Erkrankung, die vorwiegend die Lymphgefäße betrifft und durch Wuchereria bancrofti, Brugia malayi und Brugia timor hervorgerufen wird.

2 Epidemiologie

Brugia malayi und Brugia timori finden sich vor allem in Südostasien und Indonesien, während Wuchereria bancrofti in Mittel- und Südamerika sowie in Asien und Afrika vorkommt.

3 Entwicklungszyklus und Pathogenese

Die Larven der Erreger, die sog. Mikrofilarien, werden über Stechmücken übertragen und erreichen nach neun Monaten die Geschlechtsreife. Die adulten Würmer leben in den Lymphgefäßen und Lymphknoten, wo sie sich zu Knäueln anordnen, was zur Ausbildung von Stenosen führen kann.

4 Klinik

Das Frühstadium der Erkrankung imponiert durch unspezifische allergische Reaktionen, die zu Arthralgien, Kopfschmerzen, Fieber und Lymphangitis und Lymphadenitis führen können.

Im Laufe der Zeit kommt es durch die Knäuelbildung zum Lymphstau, die sich in extremen Fällen durch eine Elephantiasis äußert. Der Lymphstau betrifft vor allem die Leistenregion und die untere Extremität.

Bakterielle Superinfektionen können als Komplikation auftreten.

5 Nachweis

Die Diagnose wird anhand der Klinik sowie durch den Nachweis der Mikrofilarien im peripheren Blut gestellt.

6 Therapie

Die lymphatische Filariose wird mit Ivermectin behandelt.

7 Prophylaxe

Expositionsprophylaktische Maßnahmen (z.B. Repellents, Kleidung, Moskitonetze) verhindern eine Infektion.

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