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Immunchromatographie

Englisch: immunoaffinity chromatography, IAC

1 Definition

Die Immunchromatographie ist eine Variante der Affinitätschromatographie, die auf Antigen-Antikörper-Reaktionen basiert. Sie dient dazu, biologische Stoffgemische aufzutrennen bzw. zu reinigen (präparative Chromatographie).

In der Labormedizin wird die Immunchromatographie häufig als Analyseverfahren eingesetzt, z.B. bei Schnelltests wie dem Schwangerschaftstest.

2 Hintergrund

Die Immunchromatographie basiert auf einer festen Phase, in der ein bestimmter Antikörper an eine chromatographische Matrix gebunden ist. Er richtet sich genau gegen den Stoff (Antigen), der im Rahmen des Tests von Interesse ist (z.B. HCG). Das gesuchte Antigen wird durch den Antikörper an einer bestimmten Stelle gebunden und durch einen zweiten, farbstoffmarkierten Antikörper sichtbar gemacht. Dies führt zu einem Farbumschlag in Form einer Bande.

Die analytische Sensitivität von immunchromatographischen Untersuchungen ist in der Regel geringer als die von anderen Standard-Labormethoden. Dies wurde zum Beispiel für den wichtigen Parameter Troponin I kürzlich in einer Studie belegt.[1]

3 Quellen

  1. Frohn C: Erhebliche Diskrepanzen zwischen qualitativen Troponin-Schnelltesten („Karten-Testen“) und klassischer Laboranalytik: ist der Einsatz solcher Schnellteste vertretbar? J Lab Med 2017; 41(4): 183-186

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