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Formalin

1 Definition

Als Formalin bezeichnet man eine wässrige Formaldehyd-Lösung, ggf. mit Zusatz von Methanol.

2 Medizinische Verwendung

Formalin findet Verwendung bei der Fixierung von Gewebe. Als Fixans von Resektaten für eine histologische Untersuchung wird zumeist eine 4 bis 8 %ige Formalin-Lösung benutzt. Diese geringe Konzentration genügt bereits, um die Proteine des Gewebes zu denaturieren und eine Autolyse (Fäulnis) zu verhindern. Jegliche metabolische Vorgänge im Gewebe werden gestoppt.

Das Fixans dringt mit einer Geschwindigkeit von ca. 1 mm/h in das Resektat ein. Das fixierte Gewebe ist fest und somit sehr gut schneidbar, verliert aber leider seine ursprüngliche Farbe und verblasst. Die Zellstrukturen und -bestandteile, sowie ihre Anordnung bleiben weiterhin erhalten und können nach Weiterverarbeitung als Präparat beispielsweise lichtmikroskopisch untersucht werden. Durch die Fixierung können jedoch auch Artefakte entstehen.

Tags:

Fachgebiete: Anatomie, Biologie, Chemie, Chirurgie

Diese Seite wurde zuletzt am 29. August 2018 um 16:16 Uhr bearbeitet.

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