Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Kryoglobulinämie

1 Definition

Bei der Kryoglobulinämie handelt es sich um eine Form der Gefäßentzündung, die durch Ablagerungen von Immunkomplexen in den kleinen Gefäßen entsteht.

2 Pathophysiologie

Kryoglobuline stellen Antikörper bzw. Immunglobuline dar, die bei Kälte ihre Lösungsfähigkeit vollständig verlieren. Nur ab einer höheren Temperatur können sie sich wieder im umgebenden Medium (Blut) auflösen. Man unterscheidet monoklonale Kryoglobuline und gemischte Kryoglobuline, wobei Letztere Immunkomplexe darstellen. Unter Kälteeinfluss entstehen diese Immunkomplexe (z. T. bestehend aus IgM und IgG) und lagern sich in den kleinsten Gefäßen ab, was dann schlussendlich zu einer Gefäßentzündung (Vaskulitis) führt.

siehe auch: Kryoglobulinämische Vaskulitis

3 Formen

4 Ursachen

Die Kryoglobulinämie entsteht in aller Regel als Folgeerkrankung von:

Bei all diesen Krankheitsbildern liegen deutlich mehr Immunglobuline vor, als im Normalzustand. Aus diesem Grund kann es dann zu den Ablagerungen in den kleinen Gefäßen kommen, aus denen das hier beschriebene Syndrom entsteht.

5 Symptome

6 Diagnostik

7 Therapie

Das ärztliche Vorgehen sollte sich zunächst auf die Bekämpfung der Grunderkrankung konzentrieren. Des Weiteren hilft der Einsatz von hochdosierten Kortikosteroiden, sowie einigen Chemotherapeutika. Auch die Gabe von Interferonen kann die Kryoglobulinämie abmildern.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juni 2022 um 10:20 Uhr bearbeitet.

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